Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Muscheln gegen Arthritis bei Hunden

09.09.2002


Traditionelles Maori-Wissen soll Gelenkschmerzen lindern

Traditionelles Wissen der indigenen Maoris soll auch Haushunden, die an Osteo-Arthritis leiden zu Linderung verhelfen. Forscher berichten vom British Association´s Science Meeting in Leicester, dass Muscheln auch für Haustiere wie Hunde und Katzen positive Wirkungen entfalten. In ersten Tests, die im Waltham Centre for Pet Care in Leicestershire durchgeführt wurden, konnte das Gelenkleiden der Haustiere, wenn sie mit Muscheln gefüttert werden, um bis zu 50 Prozent verringert werden, berichtet BBC-Online heute, Montag.

Die Wissenschaftler haben in Untersuchungen festgestellt, dass die Maoris, die die Grünlippigen Muscheln (Perna canaliculus) in großen Mengen roh verzehren, kaum unter Gelenkproblemen leiden. In den Versuchen des Waltham Centre for Pet Care wurden Extrakte, die aus dem Muschelfleisch gewonnen wurden, den kranken Haustieren gefüttert. Diese Extrakte werden, so Karyl Hurley vom Waltham Centre for Pet Care, seit Jahren auch für den Menschen angeboten, da sie eine vielfach positive Wirkung auf den Gelenkapparat haben. "In der Veterinärmedizin ist der Ansatz aber erst relativ jung", so Hurley. Seit zwei Jahren arbeiten die britischen Forscher mit amerikanischen Wissenschaftlern daran, einen Ersatz für die Therapie mit ASS (Aspirin) zu finden. ASS führt nach längerer Einnahme zu anderen gesundheitlichen Problemen bei den Tieren. "Die Muschelextrakte haben eine stark entzündungshemmende Wirkung", so der Forscher.

Die Wissenschaftler meinen, dass eine Änderung der Ernährung der Tiere zu einer Vorbeugung gegen die Arthritis sein könnte. "Die Fettsäuren und Antioxidantien der Muscheln reduzieren die Krankheitssymptome", so Hurley. "Es hat Jahre gedauert um die Extrakte aus den Muscheln so aufzubereiten, dass die wertvollen Stoffe nicht zerstört werden", meint der Forscher. In einem aufwendigen Verfahren wird das Muschelfleisch aus der Schale genommen, gefriergetrocknet und anschließend stabilisiert. Dann wird es der Tiernahrung zugeführt. Dieser Prozess wurde von den Forschern eigens patentiert.

Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk/

Weitere Berichte zu: Arthritis Extrakt Muschel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie