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Klon-Ferkel 2002 sind da

22.08.2002


PPL Therapeutics verkündet erneut "Durchbruch" mit Doppel-Gen-"Knock-out"-Schweinen


Das britische Biotech-Unternehmen PPL Therapeutics hat laut eigenen Angaben erneut einen Durchbruch in seinen Bestrebungen, Schweineorgane für menschliche Transplantate zu entwickeln, erzielt. Das Unternehmen und "Geburtshelfer" des Klonschafs Dolly hat vier Ferkel geklont, bei denen beide Genkopien, die für eine vehemente Xenotransplantat-Abstoßung verantwortlich sind, ausgeschaltet wurden. Das fünfte Ferkel überlebte das Doppel-Gen-"Knock-out" aus "unbekannten Gründen" nicht. PPL hat bereits dreimal einen "Knock-out"-Durchbruch präsentiert. Die letzten Klon-Ferkeln kamen am 25. Dezember 2001 zur Welt.

Das Gen, das zweifach ausgeschaltet wurde, ist für die Bildung eines Enzyms verantwortlich, das Zucker (Alpha-1,3-Galaktose) an die Oberfläche von Schweinezellen anbringt. Das menschliche Immunsystem erkennt dadurch die Schweinezellen als fremd und stoßt das transplantierte Organ bzw. die Zellen innerhalb weniger Minuten ab. Da nun erstmals beide Genkopien deaktiviert wurden, bleibt das Gewebe dieser Schweine "zuckerfrei" und die Gefahr einer Abstoßung tritt nicht ein.


Die Organe und Zellen der Doppel-Gen-"Knock-out"-Schweine werden vom Transplantations-Institut der University of Pittsburgh für zentrale Transplantationsstudien verwendet. Dabei soll die Unterdrückung der hyperaktiven Abstoßung bzw. das langfristige Überleben dieser Xenotransplantate untersucht werden. Bislang gibt es jedoch noch keine Erfahrungen, was die Organe geklonter Tiere im menschlichen Körper alles bewirken könnten.

Die "Knock-out"-Arbeiten wurden mittels der ATP-Förderung des National Institute of Standard and Technology (NIST) der US-Regierung teilfinanziert. Das "Knock-out"-Programm ist Teil des Programms für regenerative Medizin von PPL, das bis Ende dieses Jahres ausgelagert werden soll. Man wolle sich wieder auf den Kernbereich, die Entwicklung von Protein-Produkten wie recAAT, Fibrin 1 und BSSL (Bile Salt Stimulated Lipase) konzentrieren.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.ppl-therapeutics.com

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