Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Futur-Dialog über Forschung legt Visionen für die Zukunft fest

31.07.2002


Bulmahn: "Forschungsförderung braucht den breiten Konsens"

Der von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn initiierte deutsche Forschungsdialog "Futur" sieht einen Forschungsschwerpunkt der Zukunft in der Bildung. Bei der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse am Mittwoch in Berlin lobte Bulmahn die einjährige Arbeit der über 1.500 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft: "Wir brauchen für die strategische Ausrichtung der Forschungsförderung einen breiten Konsens. Die Ergebnisse des Dialogs sind zukunftsweisend für die Ausrichtung der Forschungspolitik."

Zwei der vier entwickelten Leitvisionen widmen sich dem Denken und Lernen. Dabei steht unter dem Motto "Denken verstehen" zum einen die Hirnforschung im Mittelpunkt und ihr Nutzen für Informationstechnologien, Robotik, Medizin und Lernforschung. Die Leitvision "Zugang zu Lernwelten" widmet sich der lernenden Gesellschaft von morgen und der individuellen Gestaltung lebenslanger Bildungswege. Weitere Schwerpunkte sind die breite Erschließung moderner Kommunikationsnetze als "Vernetzte Welt" sowie das Thema "Gesund durch Prävention" für eine hohe Lebensqualität bis ins hohe Alter.

Bulmahn bezeichnete die Konzepte als "eindrucksvolles Beispiel für eine konstruktive fachübergreifende Zusammenarbeit". Auch der Innovationsbeirat des BMBF habe sich für die Leitvisionen ausgesprochen. Das BMBF wolle mit den Leitvisionen die Forschungsförderung in strategisch wichtigen Aktionsfeldern bündeln, sagte die Ministerin. Die Leitvisionen beschreiben zentrale Fragestellungen der Gesellschaft und leiten daraus Lösungsvorschläge in Form von interdisziplinären Forschungsprojekten ab.

Bulmahn betonte, dass der im internationalen Vergleich einmalige Forschungsdialog fortgeführt werden solle und kontinuierlich weitere "Wegweiser" für die Forschungsförderung entwickelt würden. Parallel zur Umsetzung der ersten vier werde unter anderem das Thema "Wissen für alle zu fairen Bedingungen" Gegenstand weiterer Futur-Diskussionen sein.

Der deutsche Forschungsdialog "Futur" wird vom Innovationsbeirat des BMBF beratend begleitet. Ausführliche Informationen zu den ersten vier Leitvisionen und den weiteren Themen des Futur Dialogs sowie aktuelle Nachrichten finden Sie auch im Internet unter http://www.futur.de. Als Ansprechpartner stehen Ihnen gerne auch Dr. Sibylle Appel und Dr. Michael Jaspers zur Verfügung (Telefon 06251/8416-0; appel@ifok.de und jaspers@ifok.de).



Futur Projektbüro


im Auftrag des BMBF
c/o IFOK GmbH
Neue Grünstraße 18

10179 Berlin

Tel.: 030-53607727
Fax: 030-53607720
info@futur.de

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.futur.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden
26.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie