Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fruchtbarkeits-Geheimnis von Spermien gelüftet

18.07.2002


Gen in Samenzellen produziert Protein für Eizellen-Teilung

Forscher des University of Wales College of Medicine im britischen Cardiff haben in Spermien ein Gen entdeckt, das für deren Fruchtbarkeit verantwortlich ist. Das als "Spermium-Faktor" bezeichnete Gen produziert ein Protein, das die Teilung der Eizelle und somit die Entwicklung zum Embryo bewirkt, berichtet ABC-News.

Das Protein namens PLC-zeta lässt laut Forschern um Toni Lai vom University of Wales College of Medicine den Kalzium-Spiegel in der befruchteten Eizelle in bestimmten Abständen sprunghaft ansteigen. "Seit Jahren versuchen Forscher herauszufinden, wie Eizellen aktiviert werden und sich teilen", erklärte Lai. Bisher wurde erst im Zuge einer künstlichen Befruchtung nachgewiesen, dass dafür ein Art positive Ladungswelle verantwortlich ist. Der "Zündfunke" sei quasi der erhöhte Kalzium-Spiegel. "Bis dato war noch unklar, wie Spermien diesen Kalzium-Schalter andrehen", ergänzte der Forscher.

Lai und Kollegen vermuten, dass Männern, denen PLC-zeta in den Samenzellen fehlt, unfruchtbar sind. Jetzt, wo man wisse, dass ein Gen für die Fruchtbarkeit eine zentrale Rolle spielt, könne diese Entdeckung die Frage nach der Unfruchtbarkeit vieler Männer klären. Umgekehrt ließen sich die Erkenntnisse auch nutzen, um ein neuartiges Verhütungsmittel für Männer zu entwickeln. Über die Ergebnisse berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Development".

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.uwcm.ac.uk/home.htm
http://abc.net.au

Weitere Berichte zu: Eizelle Gen Protein Sperma

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten