Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

E-Government-Forschung an der Universität Mannheim: Die Europäische Dienstleistungsrichtlinie

21.04.2008
Das Bundesministerium des Innern hat gemeinsam mit dem Innenministerium Baden-Württemberg an der Universität Mannheim ein Forschungsprojekt zur interdisziplinären Untersuchung von zentralen Fragestellungen zur IT-Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie eingerichtet.

Die Europäische Dienstleistungsrichtlinie, die im Dezember 2006 verabschiedet wurde, muss bis Ende 2009 von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Sie hat das Ziel den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr in der Europäischen Union zu erleichtern.

Die Dienstleistungsrichtlinie sieht unter anderem vor, dass alle Verfahren und Formalitäten, die die Aufnahme oder die Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit betreffen, problemlos aus der Ferne und elektronisch abgewickelt werden können. Dies gilt sowohl gegenüber den zuständigen Behörden als auch gegenüber einer neuen Einrichtung, den Einheitlichen Ansprechpartnern.

Über diese können Dienstleister auf Wunsch alle Informationen erhalten und Formalitäten abwickeln, die für die Aufnahme und Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit notwendig sind.

Die Pläne zur IT- Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie fügen sich in die Ziele der Strategie Deutschland-Online (www.deutschland-online.de) ein, eine vollständig integrierte E?Government-Landschaft in Deutschland zu schaffen. Mit Deutschland-Online wird das Ziel der Bundeskanzlerin unterstützt, bis zum Jahr 2012 sämtliche Schnittstellen zwischen öffentlicher Verwaltung und Unternehmen elektronisch abzubilden.

An der Universität Mannheim begleitet eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern aus der betriebswirtschaftlichen und juristischen Fakultät die IT-Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie im Rahmen von Deutschland Online.

"Im Vordergrund der Betrachtung steht die Umsetzung von innovativen elektronischen Dienstleistungen an der Schnittstelle vom öffentlichen zum privatwirtschaftlichen Bereich", so Dr. Daniel Veit, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik, der das Projekt in Mannheim leitet. "Datenschutzrecht und Verfahrensrecht spielen dabei eine zentrale Rolle", so Dr. Thomas Fetzer vom Lehrstuhl Öffentliches Recht und Steuerrecht der Universität Mannheim.

Das Bundesministerium des Innern und das Innenministerium Baden-Württemberg finanzieren das Forschungsprojekt über den Zeitraum von 2008 - 2011.

Ralf Bürkle | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de
http://www.eudlr.eu
http://veit.bwl.uni-mannheim.de

Weitere Berichte zu: Dienstleistung Dienstleistungsrichtlinie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden
26.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Bergamoten – Verlockung und Verhängnis für Tabakschwärmer
21.04.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie