Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was sind die maßgeblichen Einflüsse auf die Biologie und Chemie von Oberflächengewässern?

07.04.2008
DFG fördert drei neue, gebündelte Forschungsprojekte
Untersuchungsgebiet ist ein Restlochsee des Lausitzer Braunkohletagebaus

Um das grundlegende Verständnis für den Einfluss hydrologischer Randbedingungen auf biogeochemische Prozesse an der Grenzfläche zwischen Sedimenten und überstehendem Freiwasser geht es bei drei gebündelten Forschungsprojekten.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat kürzlich Dr. Christian Blodau, Dr. Jan Fleckenstein und Prof. Dr. Stefan Peiffer (Lehrstuhl für Hydrologie Universität Bayreuth) sowie Hochschuldozentin Dr. Kirsten Küsel (Universität Jena) die Förderung der Forschungsprojekte zum „Einfluss hydrologischer Randbedingungen auf biogeochemische Stoffumsätze an der Sediment-Wasser Grenzfläche“ genehmigt. Die Projekte sind kürzlich angelaufen und werden über einen Zeitraum von drei Jahren bearbeitet.

Die Antragsteller werden in diesem Vorhaben ein grundlegendes Verständnis für den Einfluss hydrologischer Randbedingungen auf biogeochemische Prozesse an der Grenzfläche zwischen Sedimenten und überstehendem Freiwasser erarbeiten. Prozesse an dieser Grenzfläche haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Biologie und Chemie von Oberflächengewässern. Es soll die Hypothese untersucht werden, dass der Zustrom von Grundwasser im Sediment zur Ausbildung charakteristischer geochemischer und mikrobieller Prozessmuster führt, die sich räumlich und zeitlich entsprechend der Heterogenität des Zustroms unterscheiden. Diese Muster zeichnen sich durch die Verteilung chemischer Spezies in Lösungs- und Festphase, durch charakteristische Umsetzungsraten der betroffenen Elemente und die Mobilisierung bzw. Immobilisierung der Spezies, sowie durch unterschiedliche Funktionen der anwesenden mikrobiellen Populationen aus.

... mehr zu:
»Sediment »Spezie

Darüber hinaus soll die Auswirkung hydrologischer und chemischer Randbedingungen auf die biogeochemischen Prozesse an der Sediment-Wasser Grenzfläche modellhaft nachvollzogen werden, wofür eine entsprechende Methodik zur Quantifizierung der Stoffflüsse erarbeitet werden muss. Der Versuchsansatz besteht vornehmlich aus einem Seenexperiment, bei dem über die Kontrolle des Seewasserspiegels und damit der hydraulischen Gradienten die Zustromraten in den Seen variiert werden.

Als Feldstandort haben die Antragsteller um Prof. Dr. Peiffer einen Restlochsee des Lausitzer Braunkohletagebaus ausgewählt, der im regionalen Grundwasserströmungsfeld als lokale Vorflut mit durchgehend abfließenden Bedingungen fungiert.

Kerstin Wodal | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/presse/index.html

Weitere Berichte zu: Sediment Spezie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise