Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fische schwimmen auf Signal ins Netz

27.03.2008
Forscher wollen Fischfarmen im offenen Meer ermöglichen

Fischzüchter sollen ihre Fische in Zukunft im freien Meer aussetzen, aufwachsen lassen und anschließend auf Knopfdruck zurück ins Netz holen können. Wissenschaftler des Marine Biological Laboratory in der Nähe von Boston glauben, die Tiere darauf trainieren zu können, beim Erklingen eines bestimmten Tons zu einem ausgewählten Ort zurückzukommen.

Ziel ist es, die Kosten in der Fischerei zu senken. Die Züchter könnten die Fische tagelang ins Meer entlassen und so Futter sparen. Die Industrie dürfte trotzdem skeptisch auf den Vorschlag reagieren, vermutet Randy MacMillan, Präsident der National Aquaculture Association.

Das Projekt begann im Sommer 2007 mit 6.500 Testfischen. Zuerst habe man versucht herauszufinden, ob die Schwarzmeerbarsche überhaupt lernfähig sind, so Forschungsassistent Simon Miner. Beim Erklingen eines Tons wurde der Fisch in einem nur durch ein Loch zugänglichen Bereich gefüttert. Nach zwei Wochen Training schwamm der Barsch bei dem Signal auf seinen Platz, auch wenn er kein Futter bekam. Danach testete Miner, wie lange sich die Fische das trainierte Verhalten merken konnten. Nach fünf Tagen kamen bereits die ersten Barsche nicht mehr zurück, andere erinnerten sich bis zu zehn Tage lang.

... mehr zu:
»Futter

Das Projekt wurde mit 270.000 Dollar von der National Oceanic and Atmospheric Administration finanziert. Es dürfte trotzdem schwierig sein, die Fischindustrie von der Technik zu überzeugen. Zum einen würden die Fische, im Gegensatz zum offenen Meer, in Gefangenschaft kontrolliert ernährt, so MacMillan. Zum anderen könne man nie sicher sein, wie viele Fische zurückkommen und wie viele sich zu weit entfernen oder Räubern zum Opfer fallen würden.

Im Mai wollen die Forscher den ersten Feldversuch starten. 5.000 Barsche werden zuerst trainiert und danach ins Meer entlassen werden. Ein bis zwei Tage später sollen die Fische dann beim Ertönen des Signals zurückkommen. Er sei sich nicht sicher, ob alle Barsche reagieren würden, so Projektleiter Scott Lindell. Die finanziellen Einsparungen seien jedoch enorm, auch wenn nur 50 Prozent der Tiere wieder eingefangen werden könnten.

Georg Eckelsberger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mbl.edu
http://www.nationalaquaculture.org
http://www.noaa.gov

Weitere Berichte zu: Futter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Entzündungshemmende Birkeninhaltsstoffe nachhaltig nutzen
03.07.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie