Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-Textilien bald reif für den Massenmarkt

11.02.2008
Gesundheitswesen und Sportbranche als Profiteure

Hightech-Textilien können dem Sport-, aber auch dem Gesundheitsbereich zu einem großen Innovationsschub verhelfen. Momentan sind zwar nur die wenigstens Produkte fähig für den Massenmarkt, in etwa zwei bis fünf Jahren wird sich das jedoch ändern, schätzen Experten.

Textilien, die exakt die Muskelaktivitäten messen, könnten dann Tennislehrer ersetzen. Denkbar ist aber auch Kleidung, die den Ernährungszustand überwacht und damit Pflegern in Altenheimen unter anderem Auskunft über die Wasserversorgung ihrer Patienten gibt. In die Entwicklung von intelligenten Textilien setzt die Wirtschaft große Hoffnungen. Auf der Münchner Sportartikelmesse Ispo sind ganze 250 Quadratmeter allein für die Show "Wearable Technologies" reserviert, berichtet die Wirtschaftswoche.

Die Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet im Rahmen des EU-weiten Projekts ConText an einer Technik, die Tennislehrer, Volleyballtrainer oder Tanzlehrer ersetzen könnte. Dabei messen Sensoren in der Kleidung jede Muskelbewegung und ein handygroßer Mini-PC wertet diese aus. Wenn Fehler im Bewegungsablauf erkannt werden, gibt das System über ein Display oder über Bluetooth-Ohrstöpsel Verbesserungsvorschläge. Die Wissenschaftler erhoffen sich, dass die ConText-Technik "den Weg für völlig neue Anwendungen öffnet", so Thorsten Linz vom Fraunhofer-Institut.

... mehr zu:
»Hightech-Textil »Textil

Deutschland nimmt auf dem Gebiet der Smart Clothes eine Vorreiterrolle ein. Zahlreiche Forschungsprojekte beschäftigen sich mit den Möglichkeiten dieser Technologie. Beobachter schätzen, dass die Nachfrage nach intelligenten Textilien jährlich um 10 bis 20 Prozent ansteigen wird. Das US-Marktforschungsunternehmen Venture Development erwartet im Jahr 2010 einen weltweiten Umsatz von 700 Millionen Dollar durch Hightech-Textilien. Um wirklich marktfähig zu werden, muss die Technik, die sich derzeit größtenteils noch im Entwicklungsstadium befindet, allerdings nahezu unsichtbar sein: "Kein Mensch will mit Helm, klobiger Brille, Datenkabel und Akku am Gürtel rumlaufen", meint Matthias Neugebauer, der im Aachener EMIC-Labor forscht.

Kristina Sam | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Hightech-Textil Textil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Mit Nanopartikel-Tandems gegen den Herzinfarkt
01.12.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Virtuelle Realität für Bakterien
01.12.2017 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie