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Innovatives Deodorant stoppt Bakterienbildung

21.05.2002


"Superseife" gegen Schweißgeruch in der Pipeline

Britische Forscher haben ein Deodorant entwickelt, das die Menge der Bakterien auf der Haut reduziert. Das Deo entzieht in den Achselhöhlen Eisen, das Bakterien zur Geruchsbildung benötigen. Der Entzug von Eisen hemmt die Bildung von Geruch, den die Bakterien absondern, berichtet die BBC heute, Dienstag. Das innovative Produkt stellten die Forscher vom Unilever Forschungszentrum in Port Sunlight (UK) auf dem Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in Salt Lake City vor.

Das Deo basiert auf zwei molekularen Substanzen und hält Bakterien vor der Anhaftung auf der Haut ab, da die Bakterien eine eisenbindene Wirkung besitzen. Wird den Bakterien das lebenswichtige Eisen entzogen, sterben diese ab. Herkömmliche Deodorants vernichten Mikroorganismen durch Alkohol. Ist dieser allerdings verflogen, breiten sich die Bakterien erneut aus und produzieren Gerüche. Das Forscherteam um Andrew Landa testete die Substanzkombination zwei Wochen lang an 50 Probanden. Dabei reduzierte sich die Bakterienzahl laut Wissenschaftlern unter den Achseln um 90 Prozent.

Neben dem Deo präsentierten Forscher des Colgate-Palmolive Technology Centres in Piscataway, New Jersey, die "Superseife". Die Seife reduziert ebenfalls die Anhaftung der Bakterien auf der Haut und basiert auf der so genannten "microbiological Antiattachment Technology" (MAT). Die auf der MAT basierte Seife reduzierte den Bakteriengehalt um 50 bis 58 Prozent. Noch ist aber unklar, ob die Technologie bei allen Bakterien wirkt.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk/

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