Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

'Realflex': Neuartige Management-, Sicherungs- und Verschlüsselungskonzepte

21.12.2010
Im Rahmen des Forschungs-Projekts 'Realflex' wurden jetzt verschiedene Funksysteme auf Ihre Eignung analysiert und durch den Einsatz in Demonstratoren evaluiert. Das Forschungsinstitut inIT der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und Partner aus der Industrie hatten sich in diesem vom BMBF geförderten Projekt zusammengefunden.

Lemgo. Für das Applikationsumfeld der Prozesstechnik standen zwei Demonstratoren in Form einer Reinwassergewinnungs- und einer Biogasanlage zur Verfügung. Die stabile Übermittlung von Sensor- und Aktorsignalen über große Entfernungen, auf die es in der Prozessautomatisierung ankommt, seien hierbei mit langfristigen Tests in der Praxis nachgewiesen worden, so das Fazit des Realflex-Konsortiums, das sich für dieses Forschungsvorhaben zusammengefunden hat und seine Ergebnisse jetzt im Hause Phoenix Contact in Bad Pyrmont präsentierte. Seitens der Hochschule OWL mit dabei: Prof. Dr. Jürgen Jasperneite vom Institut Industrial IT (inIT), Henning Trsek und Stefan Schwalowsky.

Das Projekt "Realflex - Integration zuverlässiger drahtloser Kommunikationssysteme in Sensor-/Aktornetze in Automatisierungsanwendungen" wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für den Zeitraum von 36 Monaten gefördert. Es steht für das Bemühen, durch die Flexibilisierung der Architektur von Automatisierungssystemen infolge der Integration zuverlässiger und echtzeitfähiger drahtloser Sensor- und Aktorknoten, Kosten in Installation und Betrieb einer Automatisierungsanlage zu sparen.

Für das inIT waren die Anwendungen der Fertigungstechnik von besonderem Interesse. In der Fertigungsautomatisierung besteht die Anforderung, Daten einer Vielzahl von Sensor- und Aktorknoten über Echtzeit-Ethernet mit höchster Performance bereitzustellen. "Die Eignung der entwickelten Technologie konnte mit Hilfe einer Roboterzelle nachgewiesen werden", so inIT-Projektleiter Jasperneite. Besonders interessant sei hierbei, dass die RealFlex-Geräte durch eine im inIT entwickelte Management-Software nahtlos in bestehende Engineering Systeme von Automatisierungsanlagen integriert werden können.

Herzstück aller bezeichneten Systeme ist der so genannte "Realflex-Access-Point". Dieser verbindet die Anforderungen der Prozess- und der Fertigungsautomatisierung in einer einheitlichen Architektur und bietet neben der Funkkommunikation zu den Sensoren und der Bereitstellung der Daten über Profinet an die Steuerungen auch neuartige Management-, Sicherungs- und Verschlüsselungskonzepte. Erstmalig konnte so ein System zur drahtlosen Übermittlung von IO-LINK realisiert werden.

Die Mitglieder des Projekt-Konsortiums bilden die gesamte Wertschöpfungskette der Automatisierungstechnik ab: beginnend mit den Spezialisten für die Entwicklung von Funktechnologien IHP, lesswire und inIT, über den Sensorhersteller SICK, den Anbieter von komplexen Automatisierungs- und Fertigungssystemen PHOENIX CONTACT sowie den Systemintegrator Aucoteam bis hin zum Endanwender GICON als Betreiber für Biogasanlagen.

Detlev Grewe-König | idw
Weitere Informationen:
http://www.realflex-projekt.de
http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/2109.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Bergamoten – Verlockung und Verhängnis für Tabakschwärmer
21.04.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt
19.04.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen

26.04.2017 | HANNOVER MESSE

Plastik – nicht nur Müll

26.04.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Seminar zu Einblicken in die unterschiedlichen Ebenen des 3D-Druckens und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten - 2017

26.04.2017 | Seminare Workshops