Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stromverbrauch im Blick behalten: Neues Messgerät entwickelt

18.02.2016

Forscher der Alpen-Adria-Universität haben ein Gerät entwickelt, mit dem Home-Energy-Management-Applikationen in den eigenen vier Wänden umgesetzt werden können. Das Gerät mit der entsprechenden Software steht der forschenden und entwickelnden Community in Industrie und Wissenschaft sowie Privatpersonen offen zur Verfügung.

Smart Meters sind die Erweiterung von klassischen Stromzählern: Sie sollen dazu in der Lage sein, Informationen zum Stromverbrauch an den Energieanbieter zu liefern. Dahinter steht die Idee von „smarten“ Energiesystemen, die den Energieverbrauch intelligent lenken.


YOMO | Foto: aau/KK

Solche Smart Meter sind geeichte, verplombte Messgeräte zu Abrechnungszwecken. Damit Kundinnen und Kunden in den eigenen vier Wänden ihr Energiemanagement verbessern können, braucht es kostengünstige Möglichkeiten, den Stromverbrauch im Blick zu behalten und gegebenenfalls umzuorganisieren.

Christoph Klemenjak, Dominik Egarter und Wilfried Elmenreich (Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme) haben nun einen Aufsatz für ein so genanntes Arduino-Board (eine Open-Source-Soft- und –Hardware) entwickelt, das diesen Bedürfnissen entsprechen soll.

Das Gerät misst die Wirkleistung, also den tatsächlichen Verbrauch, aber auch die Schein- und Blindleistung. YoMo (You only meter once), so der Name des Geräts, ist einfach auf bestehenden Messeinheiten zu installieren. Klemenjak, Egarter und Elmenreich gehen davon aus, dass „die Messgenauigkeit für eine Reihe von Anwendungen ausreichend ist. Gemessen werden Leistungen von ein paar Watt bis 5 kW.“ Sie erklären weiter: „Mit YoMo kann sowohl der Verbrauch von einzelnen Haushaltsgeräten gemessen als auch eine Überwachung des Energieverbrauchs eines gesamten Haushalts organisiert werden.“

Das YoMo Projekt wurde bisher von der Community sehr gut angenommen und mittlerweile 650 Mal heruntergeladen. Die Forschergruppe ist außerdem mit Forschern und StudentInnen aus Italien, Malaysia, Zentral-Afrika, Südamerika und der Schweiz in Kontakt, die das Gerät für ihre Forschung verwenden wollen.

Außerdem arbeitet man bereits gemeinsam mit einem US-amerikanischen Austauschstudenten an der nächsten Version des YoMo, die im Bereich des „Internet of things“ Einsatz finden soll.
Die Software steht kostenlos zur Verfügung; die Kosten für eine Messeinheit belaufen sich auf rund 50,- EUR. Weitere Informationen unter http://yomo.sourceforge.net/.

Die Forschungsarbeiten sind dem Initiativschwerpunkt „Energiemanagement & -technik“ zugeordnet. Er ist einer von vier profilbildenden Forschungsschwerpunkten an der Alpen-Adria-Universität. Weitere Informationen dazu unter https://www.aau.at/forschung/forschungsprofil/forschungsschwerpunkte/.

Weitere Informationen:

http://www.aau.at

Dr. Romy Müller | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Elektrischer Antrieb zum Mitnehmen
01.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Gesünder Laufen mit smarter Socke
31.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie