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Sportgerät für behinderte Eishockey-Spieler entwickelt

11.10.2011
Julian Rathmann schafft mit „polarwolf“ einen formschönen, flexiblen Schlitten für Sledge-Hockey

Julian Rathmann hat sich im Rahmen seiner Diplomarbeit mit dem Thema Sledge-Hockey beschäftigt. Sledge-Hockey ist Eishockey für Sportler mit Handicaps und der populärste sowie physisch härteste Wintersport im Handicap-Bereich.


Das neue Sportgerät für Sledge Hockey lässt sich den Bedürfnissen der Sportler mit Handicap individuell anpassen.

Im Gegensatz zum Eishockey bewegen sich die Spieler nicht auf Schlittschuhen, sondern auf Schlitten. Ziel der Arbeit des angehenden Produktdesigners war es, ein Sportgerät zu entwickeln, das funktional, ergonomisch und formal-ästhetisch gestaltet ist.

Heraus kam „polarwolf“ - ein hochfunktionales Sportgerät, das sich aufgrund seines modularen Aufbaus für sehr viele Spielertypen eignet und im Schadensfall schnell und unkompliziert vor Ort repariert werden kann. Die Geometrien des Rahmens und der verwendeten Rohre, die im innovativen Heatform®-Verfahren hergestellt werden, sind so gewählt, dass sie die auftretenden Belastungen bestmöglich aufnehmen. Die Rohre werden in einer Länge gefertigt und bei Bedarf einfach abgesägt, um einen kürzeren Schlitten zu erhalten. Neben der Schlittenlänge lassen sich auch die Positionen von Sitz und Kufenträger am Rahmen und zueinander individuell einstellen. Auch der Kufenabstand und die Kufenanzahl sind flexibel.

Alle Verbindungen sind bewusst niederkomplex gehalten, um eine einfache Montage und, bei Bedarf, die Verwendung von individuell gefertigten Komponenten zu ermöglichen. Durch den gezielten Einsatz von innovativen Materialien und Herstellungsverfahren wurden sportart-spezifische Probleme gelöst. Und es ist eine wirtschaftliche Fertigung auch in Kleinserie realistisch. Der Entwurf kommuniziert die Eigenschaften des Sports wie Dynamik, Aggressivität und Härte und steht formal modernen Sportgeräten aus anderen Bereichen in nichts nach.

Das Konzept wird durch zusätzliche Produkte abgerundet, die die Verwendung des „polarwolf“ weiter vereinfachen. Auf der „position card“ können die Sportler ihrer individuellen Einstellungen des Sportgeräts eintragen und haben so immer ihr persönliches SetUp zur Hand. Die Wandhalterung, die als home- und als team-Variante erhältlich ist, verbessert und erleichtert die schonende Lagerung des Schlittens. Die Arbeit wurde von Prof. Gerhard Kampe betreut.

Dr. Margareta Bögelein | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-coburg.de/

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