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Seniorenalarm-System nimmt Stürze wahr

10.09.2013
Sensornetzwerk mit automatischer Notruf-Funktion ausgestattet

Elektroingenieure der University of Utah haben ein drahtloses Sensornetzwerk entwickelt, das feststellen kann, wenn jemand in den eigenen vier Wänden stürzt. Diese Überwachungstechnologie lässt sich zudem durch eine automatische Notruf-Funktion ergänzen. Vor allem ältere Personen könnten von diesem System profitieren, da Stürze im höheren Alter zu einer der häufigsten Todes- und Verletzungsursachen zählen.

Risiko von häufigen Fehlalarmen

"Für bestimmte Personengruppen wie ältere Menschen sind derartige Schutzvorrichtungen sinnvoll, da diese nicht mehr so mobil sind, dass sie nach einem schweren Sturz selbst zum Telefon greifen können. Ausschließen müsste man die Gefahr häufiger Falschalarme, die womöglich zu Fehleinsätzen führen, wodurch echte Notfälle zu kurz kommen", erklärt Günther Wawrowsky, Facharzt für Innere Medizin in Purkersdorf, gegenüber pressetext. Derzeit gäbe es zudem Notrufarmbänder, bei denen ein Button zu drücken sei, der einen sozialen Dienst ruft.

Die Ingenieure Brad Mager und Neal Patwari haben das innovative Seniorenalarm-System konstruiert. Die Vorrichtung basiert auf einer Vielzahl an Funk-Sensoren, die auf zwei verschiedenen Ebenen entlang der Wände angeordnet sind und ermitteln können, ob eine Person aufrecht steht oder auf dem Boden liegt. Die Entwicklung wird voraussichtlich auf dem 24th Annual Institute of Electrical and Electronics Engineers International Symposium on Personal, Indoor and Mobile Communications http://ieee-pimrc.org präsentiert.

Alternative zum Altenpflegeheim

Patwari zufolge wächst heutzutage das Bedürfnis unter älteren Menschen, in ihrem eigenen Zuhause altern zu können, anstatt in ein Altenpflegeheim umziehen zu müssen. "Deshalb ist es ideal, wenn ein Sturz vom Umfeld selbst wahrgenommen und augenblicklich ein Alarmruf getätigt werden kann, damit eine Pflegekraft verständigt wird", erläutert er. Überdies sei das Besondere an diesem drahtlosen Sensornetzwerk, dass kein Gerät direkt am Körper des Betroffenen getragen werden müsse.

Das System ist nicht nur in der Lage festzustellen, ob jemand hingefallen ist, sondern auch, ob es sich dabei um einen gefährlichen Unfall handelt. Dabei werden eine Reihe von Tests durchgeführt, durch die gemessen wird, wie viel Zeit verstrichen ist, seit die Person gefallen ist, sich hingesetzt oder auf den Boden gelegt hat. Die gewonnene Information wird anschließend genutzt, um herauszufinden, ob es tatsächlich zu einen Sturz gekommen ist.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.utah.edu

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