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Ein Schrank wie aus einer Zukunftsvision

05.02.2013
Studierende der Hochschule Rhein-Waal entwickeln einen Schrank, der sich wie von Geisterhand öffnet

KISS, Kinect Schrank System
Foto: Linda Rozendaal

KISS, Kinect Schrank System, ist ein Kleiderschrank, der den Alltag von Menschen mit körperlichen Behinderungen vereinfachen soll. Dazu ist der Schrank mittels Gesten steuerbar: Türen des Schranks öffnen und schließen sich und die Kleiderstange kann ausgefahren werden. Fünf Studierende des zweiten Semesters des Studiengangs „Medien- und Kommunikationsinformatik“ der Hochschule Rhein-Waal entwickeln diesen Schrank in einem Studienseminar.

Kleve/Kamp-Lintfort, 5. Februar 2013: Der Anfang ist gemacht. Die Studierenden Christian Fox, Andreas Petker, Björn Hermann, Steffen Sulzbacher, Erek Röös und Lilian Wittig erarbeiteten in den Räumen der Lehrwerkstatt der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort einen durch Gesten steuerbaren Schrank, der das Leben von Menschen mit Behinderung erleichtern soll. Entstanden ist diese Idee im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Prof. Dr. Karsten Nebe am Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal.

Die Studierenden entwickelten ein Computerprogramm, das die Gestenerfassung also Bewegungen des Menschen, und die Signalverarbeitung steuert. Die durch eine Tiefenkamera aufgenommenen Gesten der Hände werden so in Signale umgesetzt und an einen Microcontroller gesendet. Dieser Microcontroller steuert die Mechanik im Inneren des Schranks und schon öffnen sich die Schranktüren.

Eine weitere Geste senkt die Kleiderstange und reicht damit beispielsweise einer im Rollstuhl sitzenden Person die Kleidung in greifbarer Höhe an. Präsentiert wurde der Schrank unter anderem beim Tag der offenen Tür der Hochschule Rhein-Waal. „Wir haben so viel positives Feedback bekommen, sogar eine Delegation aus Indien hat sich für das von uns entwickelte System interessiert“, sagt Björn Hermann.

Das Projektteam von „Gesture Driven Environment“ um Prof. Karsten Nebe von der Fakultät Kommunikation und Umwelt hat das Projekt als Beitrag zum „Hans Sauer Preis“ eingereicht. Der Stiftungspreis „Alterfinden – Neue Technik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ prämiert Ideen und Innovationen für mehr Lebensqualität im Alter und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Christin Hasken | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-rhein-waal.de/

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