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Photovoltaik to go: Industriedesigner der HTW Berlin entwickeln innovative Produkte

26.09.2013
Solarzellen lassen sich nicht nur auf Hausdächer montieren oder auf Wiesen und Äckern aufstellen, sondern auch in Produkte einarbeiten.

Angehende Industriedesigner der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) haben dies in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Belectric OPV GmbH getan.


Photovoltaik to go: der Entwurf einer Citybag der HTW-Studentin Sandra Vollmer
Foto: Diana Kulina

Die vier besten Entwürfe stellt das Unternehmen vom 1. bis 3. Oktober 2013 auf der größten europäischen Photovoltaikmesse PVsec in Paris aus.

„Wir konnten mit gedruckten organischen Solarzellen arbeiten, die einzigartige Anwendungsmöglichkeiten für die innovative Gestaltung von Produkten bieten“, sagt Prof. Jan Vietze, Hochschullehrer im Studiengang Industrial Design der HTW Berlin.

Ziel der Kooperation zwischen dem Studiengang und dem Nürnberger Photovoltaikhersteller war es, neuartige energieautarke Produkte zu entwickeln. Dabei entstand zum Beispiel ein Citybag mit integrierter Solarfläche, an den man sein Smartphone mit integriertem Ladekabel anstöpseln und dank der zwischengespeicherten Energie beim Laufen wieder aufladen kann.

Die Form eines Kartenspiels hat eine mobile Ladestation, die für den Ladevorgang an die nächste Scheibe geheftet wird und danach wieder in der Handtasche verschwindet. Dafür wurden fünf dünne Kunststoffkarten mit organischen Photovoltaikzellen bedruckt und mit einer Haftgummilippe versehen. Durch das Auffächern vergrößert sich die Fläche, wieder zu dem Stapel zusammengeschoben, kann die Ladestation bei Nichtgebrauch blitzschnell verstaut werden.

Das Leichtsolarmobil mit Folienverdeck, ein weiterer Entwurf, befördert Personen mit der Kraft der Sonne durch die Stadt. Dank einer auf ein leichtes Aluminium-Kunststoff-Gestell gespannten Solarfolie wird der Akku des Gefährts aufgeladen. Camper und Outdoor-Freunde sind die Zielgruppe des vierten Entwurfs, der Solarleuchte "Organic Light". Mit einer photovoltaisch aktiven Dünnschichtfolie erzeugt sie nicht nur ihren eigenen Strom, sondern kann zugleich als Lampenschirm verwendet werden, falls eher gedämpftes Licht erwünscht ist.

Der Studiengang Industrial Design startete 2011 und zählt zu den jüngsten Studienprogrammen der HTW Berlin. Er dauert sieben Semester und schließt mit dem Bachelor of Arts ab. Jährlich werden 40 Studierende aufgenommen, derzeit sind 120 Studierende immatrikuliert.

Gisela Hüttinger | idw
Weitere Informationen:
http://id.htw-berlin.de/

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