Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Oxidationsmittel Ozon aus der Flasche

05.03.2009
Forscher entwickeln innovative und kostengünstige Produktion des Gases

Ozon ist als umweltfreundliches und starkes Oxidationsmittel vielfach einsetzbar. Nun ist es dem Spin-Off-Unternehmen Oxy3 in Zusammenarbeit mit einem Forscherteam der Montanuniversität in Leoben und der Universität Graz gelungen, eine neue Herstellungsmethode der Substanz zu generieren.

Das Aggregat zeichnet sich durch einfache Bedienung aus und wird an eine handelsübliche Sauerstoffflasche angeschlossen. Damit kann nun Ozon auf Knopfdruck in entsprechender Konzentration einfach, effizient, mobil und kostengünstig hergestellt werden.

"Der Vorteil des Oxy3 Ozonerzeugungsaggregates liegt darin, dass herkömmliche Generatoren Luft ansaugen, während unser System mit reinem Sauerstoff versorgt wird. Damit bekommen wir eine um Potenzen höhere Konzentration der Substanz", so Robert Hermann vom Außeninstitut der Montanuniversität im pressetext-Interview. "Das Oxy3 Ozonerzeugungsaggregat wird an eine handelsübliche Sauerstoffflasche angeschlossen. Für die Bedienung sind weder elektronische Steuerungs- noch Regeleinheiten notwendig und durch die kompakte Bauweise gibt es auch keine Lagerproblematik", erklärt Hermann.

Die Ozonproduktion funktioniere "just in time" und die Produktion könne auf Knopfdruck jederzeit gestoppt werden. Das sei vergleichbar mit einem Zapfhahn und einem Bierfass. "Es ist wirklich verblüffend, wie einfach dieses System Ozon aus der Flasche funktioniert", meint der Forscher. "Wenn die Flasche leer ist, wird sie vom Gaslieferanten ausgetauscht und durch eine Neue ersetzt. Anschließend wird der Aufsatz angeschraubt und Ozon kann sofort hergestellt werden."

"Ozon ist das stärkste Oxidationsmittel, das entweder über Substanzen geleitet oder in Substanzen eingebracht wird", erklärt der Wissenschaftler. Die Anwendung von Ozon sei generell sehr vielfältig. "Es kann überall dort eingesetzt werden, wo Schad- oder Störstoffe durch Oxidationsprozesse effizient und ohne Bildung von schädlichen Nebenprodukten beseitigt werden sollen." Ozon wird in der Wasser- und Luftaufbereitung sowie in Labors benötigt und kann für die Reinigung von Schwimmbädern ebenso verwendet werden wie für die Trinkwasseraufbereitung. In der Industrie wird Ozon vor allem in Bleichprozessen, bei der Desinfektion und bei der Oxidation eingesetzt.

Das Unternehmen Oxy3 geht aus dem Spin-Off-Center des Zentrums für Angewandte Technologie (ZAT) der Montanuniversität Leoben hervor. Der Geschäftsführer Andreas Egger hat gemeinsam mit Kollegen der Karl-Franzens-Universität Graz und Mitarbeitern des Außeninstituts der Montanuniversität die Idee "Ozon aus der Flasche" entwickelt. Das Unternehmen Oxy3, das von 2004 bis 2006 am ZAT beheimatet war, ist mittlerweile als Produktionsfirma in Bruck an der Mur ansässig.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.oxy3.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten