Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Muse: iPhone und Co mit Gedanken steuern

20.11.2012
Hightech-Stirnband soll 2013 auf den Markt kommen

Mit dem Hightech-Stirnband Muse will die kanadische Technologie-Firma InteraXon in Zukunft die Steuerung von Smartphones und Tablets über Gedanken ermöglichen. Derzeit ist das Unternehmen auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo auf der Suche nach finanzieller Unterstützung, berichtet Mashable. Das Interesse ist jedenfalls groß. Von den anvisierten 150.000 Dollar sind bereits 126.000 Dollar eingesammelt - und das knapp drei Wochen vor Ende des Unterstützungszeitraums.


Muse: Gedanken steuern Smartphones und Tablets (Foto: InteraXon)

Befehle via Gehirnwellen

Muse ist ein leichter, schmaler Controller aus Plastik, der wie eine Mischung aus Stirnband und Brille geformt ist. Über EEG-Sensoren an der Stirn und Referenz-Sensoren an den Bügeln hinter den Ohren misst das Hightech-Stirnband die Gehirnaktivität und verbindet sich via Bluetooth mit Smartphone oder Tablet. Die Gehirnwellen werden über eine App auf dem Mobilgerät abgebildet und sollen dem User zeigen, wie gut sein oder ihr Gehirn arbeitet. Zudem sollen die Gehirnwellen auch in Befehle übersetzt werden, mit denen sich iOS- und Android-Geräte bedienen lassen.

Das allerdings ist erst einmal Zukunftsmusik. Anfangs erhalten die User mit Hilfe des Hightech-Stirnbands und der hauseigenen App die Möglichkeit, ihr Gehirn zu trainieren. So lässt sich der Unterschied zwischen Konzentrations- und Entspannungsphasen in Echtzeit ablesen. In Zukunft soll es dann möglich sein, mittels der Gehirnaktivität Geräte zu steuern. So könnten sich Smartphones oder der Fernseher automatisch abschalten, wenn der User schläft. Auch das Bedienen von Apps und das Spielen von Games sollen künftig allein durch Gehirnwellen möglich sein.

Gedanken steuern Lichter

Das Hightech-Stirnband Muse soll bereits 2013 auf den Markt kommen und rund 200 Dollar kosten. Wer sich schon während der aktuellen Finanzierungsphase auf Indiegogo eines der Early-Bird-Modelle sichern will, zahlt 145 Dollar (plus 15 Dollar Versandkosten nach Europa). InteraXon arbeitet seit der Gründung im Jahr 2007 an Interfaces, mit denen sich Geräte über Gedanken steuern lassen. Während der Olympischen Winterspiele in Vancouver konnten Menschen mithilfe der InteraXon-Technologie im Rahmen einer Installation allein durch ihre Gedanken etwa die Lichter der Niagara-Fälle steuern.

Muse-Finanzierung auf Indiegogo: http://www.indiegogo.com/interaxonmuse

Jörn Brien | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.interaxon.ca
http://www.indiegogo.com/interaxonmuse

Weitere Berichte zu: APP Gehirnaktivität Gehirnwelle Hightech-Stirnband Indiegogo InteraXon MUSE Smartphone Tablet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise