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Morgenstund hat Gold im Mund

04.06.2014

Studierende der Fachhochschule Frankfurt entwerfen multifunktionale Alltagsgegenstände für Singlewohnungen

Der „Frühstücksmaker“ ist ein handliches und gut transportables Gerät. Er kombiniert platzsparend drei wichtige morgendliche Frühstücks-Funktionen: Kaffeekochen, Toasten und Braten mittels einer integrierten Pfanne. Design und Funktion des Geräts sollen Studierende oder junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit wenig Platz in der Küche ansprechen. Dieses Gerät ist noch nicht im Handel erhältlich.


Studierende konzipierten den „Frühstücksmaker“, der durch Design und Funktion Studierende oder junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit wenig Platz in der Küche ansprechen soll.

Quelle: Fachhochschule Frankfurt/MAP


Unterstützung im Haushalt: Das Handspülgerät „Smartwash“ ist nicht nur multifunktional und ergonomisch, sondern auch wassersparend.

Quelle: Fachhochschule Frankfurt/MAP

48 angehende Produktentwickler(innen) – Studierende des Bachelor-Studiengangs „Material und Produktentwicklung“ (ab Wintersemester 2014/15 „Produktentwicklung und Technisches Design“) der Fachhochschule Frankfurt am Main – haben Küchengeräte der Zukunft im Rahmen eines Industriedesign-Projekts entworfen: Sie sollten Geräte zum Kochen im häuslichen Bereich oder im Freien konzipieren und dabei die Methoden der Produktentwicklung, des Produktdesigns sowie der Produktpräsentation praktisch anwenden.

„Um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu sein, müssen Produkte funktionssicher, benutzerfreundlich, kostengünstig und einfach instand zu halten sein und nicht zuletzt auch – über das Design – ihre Zielgruppen ansprechen“, fasst Prof. Hector Solis, Professor für Industrie-Design und Produktentwicklung am Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften, das Aufgabenziel zusammen.

Über ein CAD-Programm konstruierten und modellierten die Studierenden die Geräte am Computer und testeten mittels einer Simulation deren Funktionalität. Durch die Vermittlung computergestützter Entwicklungs-, Konstruktions-, Material- und Fertigungstechniken bereitet der sechssemestrige Bachelor-Studiengang Material und Produktentwicklung die Studierenden auf die Anforderungen der Praxis vor.

Neben Grundlagen in Mathematik, Naturwissenschaften sowie Ingenieur- und Designwissenschaften erlernen die Studierenden in den ersten drei Semestern spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet der Material- und Produktentwicklung wie designstrategische Analysen oder Produktpositionierung am Markt.

Einige Umsetzungen der Studierenden berücksichtigten den sparsamen Umgang mit Wasser, wie das „SmartWash“-Handspülgerät: Es nutzt die Wasserkraft, um den Schwamm in eine Rotierungsbewegung zu versetzen. Über Knopfdruck dosiert ein turbinenbetriebener Aufsatz am Wasserschlauch Wasser und Spülmittel. Das Gerät besitzt zudem einen ergonomischen Griff.

Auch das Thema „Grillen im Freien“ setzten verschiedene Studierenden-Teams um: Unter dem Titel „Das moderne Lagerfeuer“ entwickelten sie einen Gasgrill, der Solarenergie nutzt, Regenwasser aufbereitet und auch für Mülltrennung ausgestattet ist.

Der Hybridgrill besitzt ein austauschbares Modul für Solar- und Holzkohlengrill. Ein weiteres Konzept, ein klar und elegant gestalteter Grill, bestehend aus Grillkasten, Kühlkasten und Unterbau mit zwei Rädern, kann zum Transport an ein Fahrrad angehängt werden. Eine Gruppe entwarf ein intelligentes Zapfsystem mit variabler Steuerung, das vier Gläser Bier auf einmal zapft.

Im Rahmen von Projektarbeiten im vierten und fünften Semester, darunter das Industriedesign-Projekt, sollen die von den Studierenden entwickelten Produkte durch virtuellen bzw. physikalischen Modellbau und Plakate dargestellt und präsentiert werden. Die Studentinnen – die im MAP-Studiengang ein Drittel stellen – und Studenten trainieren dabei die Fähigkeit, technologisch orientierte Produkte der Gebrauchs- und Investitionsgüterindustrie zu konzipieren und deren Entwicklungsprozesse zu steuern.

Der Studiengang „Material und Produktentwicklung“ (ab Wintersemester 2014/15 „Produktentwicklung und Technisches Design“) ist ohne Zulassungsbeschränkung, Studieninteressierte können sich für Studienbeginn im Wintersemester 2014/15 bis zum 13. Oktober 2014 einschreiben. Vor Studienbeginn ist ein Praktikum von acht Wochen nachzuweisen. Anerkannt wird eine abgeschlossene Ausbildung in Berufen der Metallverarbeitung, alle Elektriker- und Elektronikerberufe sowie Technische Zeichner(innen).

Weitere Informationen zum Bachelor-Studiengang „Material und Produktentwicklung“: www.fh-frankfurt.de → Studium → Studienangebot → Studiengänge → Material und Produktentwicklung (https://www.fh-frankfurt.de/fachbereiche/fb2/studiengaengefb2/studiengangscluste...)

Kontakt: Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften, Prof. Hector Solis-Muñiz, E-Mail: solis@fb2.fh-frankfurt.de, Telefon: 069/1533-3670

Nicola Veith | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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