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Mobile Anlage macht aus Luftfeuchte Trinkwasser

17.04.2015

Einsatz von "Air to Water" in Krisenregionen bis hin zur Landwirtschaft

Wissenschaftler der Università di Pavia http://unipv.eu  haben in Kooperation mit dem Ventilhersteller Ivr http://ivrvalvole.it  und dem Start-up Seas http://seas-sa.com  ein neues Verfahren zur Wassergewinnung entwickelt. Mithilfe von "Air to Water" lässt sich die natürliche Luftfeuchtigkeit in Trinkwasser umwandeln.


Mobile Anlage von Seas: vielerlei Einsatzmöglichkeiten

Foto: seas-sa.com

Sechs Mal im Amazonas-Gebiet

Der Prototyp der Produktionsanlage besteht aus einem mit Luftfiltern ausgerüsteten Container, in dem die Luft in Kondenswasser heruntergekühlt und nach entsprechender Reinigung in Trinkwasser umgewandelt wird.

"Grundvoraussetzungen sind eine relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 Prozent und eine Betriebstemperatur von 27 bis 30 Grad Celsius", erklärt Projektleiter Rinaldo Bravo.

Aus diesem Grund am besten geeignet seien Standorte wie das Amazonas-Gebiet, wo bereits sechs Anlagen installiert sind.

Weitere der innovativen Einheiten sollen in die Flüchtlingslager im Libanon und in die algerische Wüste geliefert werden.

"Unter weniger günstigen Bedingungen ist der Energieaufwand größer und die Wasserausbeute geringer", so der italienische Ingenieur.

Breites Anwendungsspektrum

Das Projekt wurde von US-Investoren finanziell unterstützt. In Zukunft sollen im Vergleich zum Prototypen kleinere und besser auf den Einsatzweck abgestimmte Anlagen gebaut werden.

Geplant sind Kapazitäten von 2.500 bis 10.000 Liter. Aber auch für Wohnhäuser könnten sich die Multifunktionsanlagen auszahlen, die neben Trinkwasser auch destilliertes Wasser, gekühlte Luft und Warmwasser für Heizzwecke liefern.

Neben Trinkwasser könnte auch für Landwirtschaft und Viehzucht geeignetes Brauchwasser angeboten werden.

Laut dem jüngsten von den Vereinten Nationen veröffentlichten World Water Report haben weltweit 880 Mio. Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

3,4 Mio. sterben an Wassermangel und den damit verbundenen Pathologien. Der weltweite Absatz von Mineralwasser soll bis 2030 von 117 auf 195 Mrd. Dollar steigen.

Harald Jung | pressetext.redaktion

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