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Mini-Fernbedienung für Hörgeräte mit Bluetooth

14.03.2011
Mit einer kleinen Fernbedienung können Träger von Siemens-Hörgeräten Audiosignale von Fernseher, Telefon oder MP3-Spieler direkt auf ihre Hörhilfen übertragen.

Sie hören den Ton viel besser, weil die Lautstärke über die Fernsteuerung eingestellt wird und Umgebungsgeräusche unverstärkt bleiben. Das erste Gerät dieser Art, „TEK“, hat Siemens 2009 eingeführt. In Kürze wird nun mit dem „miniTEK“ eine kleinere Version verfügbar sein. Sie ist kaum größer als eine Streichholzschachtel, wiegt nur 55 Gramm und hat ein ansprechendes Design, so dass sie auch am Revers getragen werden kann.


Die meisten schwerhörigen Menschen wollen eine diskrete Lösung. Sie tragen kleine Hörgeräte, die direkt im Ohr sitzen und stellen sie unauffällig mit einer Fernsteuerung ein. Die Fernbedienungen miniTEK und TEK bieten eine zusätzliche Funktion: Sie verbinden die Hörgeräte mit nahezu allen modernen Unterhaltungs- und Kommunikationsgeräten. Über Bluetooth oder Kabel empfangen sie die Audiosignale und funken sie an die Hörhilfen weiter. Richtmikrofone in den Hörgeräten liefern dem Träger weiterhin Signale aus der Umgebung, damit er sich zum Beispiel während einer Fernsehsendung unterhalten kann. Für Telefone oder Fernseher ohne Bluetooth-Funktion gibt es spezielle Funkadapter. Eingehende Anrufe meldet die Fernbedienung direkt an das Hörgerät. Sobald der Nutzer das Gespräch annimmt, stoppt die Tonübertragung von anderen Geräten. Zum Telefonieren spricht man in das Mikrofon der Fernsteuerung.

Die Fernbedienungen sind mit der Siemens-Drahtlostechno­logie gegen Störlärm, e2e wireless 2.0, ausgestattet und senden alle Audiosignale in Stereo an beide Hörgeräte. Besonders bei Telefonaten können die Nutzer ihre Gesprächspartner viel besser verstehen, wenn sie sie auf beiden Ohren hören. Für die Audioübertragung auf die Hörgeräte wurden spezielle Funktechnologien entwickelt, damit auch kleinste Hörhilfen, in die nur Miniatur-Empfänger passen, gute Tonqualität liefern. Das miniTEK bindet Hörgeräte außerdem in Tonanlagen für Schwerhörige ein. Schulen besitzen beispielsweise FM-Anlagen, bei denen Mikrofone die Stimmen der Lehrer und Schüler aufzeichnen und an Empfänger für Hörhilfen übertragen. In vielen Kinos oder Veranstaltungsräumen gibt es Plätze, unter denen Induktionsspulen verlegt sind. Deren Signale registriert ein spezieller Empfänger oder nun die Universalfernbedienung. (IN 2011.03.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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