Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MENTORbike – Das intelligente Elektrorad

05.03.2012
Sporthochschule entwickelt multifunktionales Pedelec

Ist der Puls zu hoch, schaltet sich automatisch der Motor hinzu – Der Herzrhythmus wird auf Störungen überwacht – Personalisierte Dienste wie Bushaltestellen in der Nähe oder passende Trainingsrouten werden angezeigt – Der Vergleich der Soll- und Ist-Daten des Nutzers ermöglicht eine individuelle Anpassung der Trainingsbedingungen quasi in Echtzeit ... Das und noch mehr soll das MENTORbike können, das derzeit von der Deutschen Sporthochschule Köln gemeinsam mit vier Partnern entwickelt wird.

Hierzu werden ein Pedelec (ein Fahrrad, das hybrid mit Muskelkraft und einem Elektromotor betreiben wird), ein Wireless Body Area Network (WBAN), Sensoren (z.B. GPS, EKG) und eine zentrale Diensteplattform mit einem SmartPhone verbunden.

Das MENTORbike sammelt über verschiedene Sensoren Informationen über den Nutzer während des Fahrens, die lokal auf dem SmartPhone und zentral auf dem Server verarbeitet werden, um individuelle Trainingsanpassungen während des Fahrens durchzuführen. „Durch die Erfassung physiologischer und physikalischer Daten wird dem Nutzer erstmalig ein freies, individuelles Training innerhalb seiner präventiven bzw. therapeutisch definierten Belastungs- und Beanspruchungsgrenzen ermöglicht“, so Boris Feodoroff, Projektverantworlicher an der Deutschen Sporthochschule Köln. Vitalparameter wie das EKG konnten bislang nicht zur individuellen und mobilen Trainingssteuerung und -überwachung genutzt werden, da bspw. gängige Sensoren und Belastungsgeräte lediglich den stationären Einsatz zuließen. Ein weiterer Vorteil des MENTORbikes liegt in der Anwendbarkeit für Gruppen - die individuelle Anpassung der Motorsteuerung ermöglicht eine Zusammenstellung von Trainierenden unterschiedlicher Fitness- und Rehabilitationslevel.

„Unsere Aufgabe in dem Projekt ist es, die leistungs- und gesundheitsspezifischen Parameter zu definieren“, so Feodoroff. Das Projekt MENTORbike wird mit ca. 1 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Aus der Industrie sind die Firmen BitifEye Digital Test Solutions GmbH, Benchmark Drives GmbH & Co.KG und INTERACTIVE Software Solutions GmbH beteiligt. Wissenschaftlicher Partner ist neben der Deutschen Sporthochschule Köln (Zentrum für Gesundheit) das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). Die Projektkoordination liegt bei BitifEye Digital Test Solutions. MENTORbike soll am 31. März 2014 abgeschlossen sein.

Kontakt an der Deutschen Sporthochschule Köln:
Boris Feodoroff
Zentrum für Gesundheit
Tel.: 0221 4982-4570
Mail: b.feodoroff@dshs-koeln.de

Sabine Maas | idw
Weitere Informationen:
http://www.dshs-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie