Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Light Vision entwickelt „intelligente“ Brille

21.05.2015

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) beeinträchtigt zunehmend das Sehen im zentralen Sehbereich. Sie wirkt sich nur auf die Mitte der Netzhaut (Retina) aus, so dass das Sehvermögen im äußeren Gesichtsfeld erhalten bleibt.

Die AMD verursacht jedoch eine verschlechterte Sehschärfe, verzerrtes Sehen und vermindertes Kontrastsehen. Rund 12% der Bevölkerung zwischen 65–75 Jahren sind davon betroffen und die Zahl wird aufgrund der Überalterung der Bevölkerung noch weiter ansteigen (Prävalenz bis 2020 fast 50%). Bislang gibt es nur wenige Behandlungsmöglichkeiten.


Die „intelligenten“ Brille

Copyright: Light Vision

Das Pariser Start-up-Unternehmen Light Vision hat nun eine „intelligente“ Brille entwickelt, von der die ersten 100 Exemplare voraussichtlich Ende des Jahres den Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Die Brille verfügt über eine Kamera, die die Umgebung filmt. Das so erhaltene Bild wird anschließend mit einer vom Unternehmen entwickelten Software verarbeitet: Die Kontraste werden erhöht und die Farben mitunter umgekehrt.

Ziel ist es, dass sich die Brille automatisch dem Sehvermögen des Trägers anpasst. Das so bearbeitete Bild wird auf die noch intakten Stellen der Netzhaut projiziert. Dafür ist es notwendig, dass die Brille über eine "Eye-Tracking"-Technik (Blickverlaufserfassung) verfügt, mit der genau die Bewegungen der Pupille nachvollzogen werden können.

In einem nächsten Schritt geht es um die Miniaturisierung der Technik, die bis Ende des Jahres 2015 abgeschlossen sein soll. Das Unternehmen hofft, bereits 2016 die ersten Brillen auf den Markt bringen zu können.

Quelle: "DMLA : Light Vision développe une paire de lunettes "intelligente" ", BE France 300, 28.04. 2015 – http://www.bulletins-electroniques.com/actualites/78363.htm

Übersetzerin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr

– Diese und weitere Informationen zur Wissenschaft in Frankreich sind ebenfalls online zugänglich: http://www.wissenschaft-frankreich.de

– Weitere Informationen durch eine E-Mail an: sciencetech@ambafrance-de.org

Reproduktions- und Verbreitungsrechte (Wir berufen uns auf das französische Recht für geistiges Eigentum, Gesetz Nr. 98-536):

Wissenschaft-Frankreich (Nummer 289 vom 20. Mai 2015)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich

Abteilung für Wissenschaft und Technologie
Pariser Platz 5
D-10117 Berlin
Tel :+49 30 590 03 9250
Fax :+49 30 590 03 9265
E-Mail : sciencetech@ambafrance-de.org

Abteilung für Wissenschaft und Technologie
Währingerstr. 30
A-1090 Wien
Tel: +43 1 502 75 335
Fax: +43 1 502 75 39

Marie de Chalup | Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Roboter schafft den Salto rückwärts
17.11.2017 | Boston Dynamics

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften