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Leuchtendes Wundergel für Medizin und Elektronik

08.05.2015

Billige und einfache Herstellung sowie viele Anwendungsmöglichkeiten

Chemiker des Trinity College in Dublin http://tcd.ie  haben ein lumineszierendes Gel entwickelt, das nicht nur leuchtet, sondern auch für eine Reihe von Anwendungen in der Medizin oder Elektronik Anwendung finden könnte. Noch dazu ist es schnell und günstig herzustellen, betont das Team rund um Professor Thorri Gunnlaugsson.


Glasbruch: "Wundergel" hilft bei Reparatur

(Foto: pixelio.de, G. Havlena)

Farbe wie Chamäleon wechseln

Das Gel wird geformt, wenn Moleküle durch koordinative Bindung mit Metall-Ionen wie Europium und Terbium interagieren. Durch die Variation des Ionen-Ratios kann eine Farbe nach Wahl zum Leuchten gebracht werden.

Solch eine Eigenschaft ist sehr gewünscht, denn damit lassen sich die Gele auch in den verschiedensten Sensoren zur Anwendung bringen.

Die Fähigkeit des Gels, seine Farbe zu wechseln, falls sich die Umgebung verändert, könnte solche Sensoren zum wichtigen Instrument bei der biomedizinischen Bildgebung oder der Medikamentenzufuhrüberprüfung innerhalb von Zellen machen.

"Die Lumineszenz, die wir mit verschiedenen Farben variieren können, macht diese Gele extrem nützlich", so Co-Autorin Oxana Kotova.

Gute Selbstheilungseigenschaft

Die Forscher sind jedoch auch von den Selbstheilungsfähigkeiten des Gels beeindruckt. Denn die Moleküle können zwar von allen Seiten zerrissen werden, jedoch helfen ihnen ihre interagierenden Eigenschaften dabei, sich wieder zu reformieren beziehungsweise selbst zu heilen, wenn sie auf andere Gele desselben Typs treffen. Für die Forscher bedeutet dies eine Unzahl von Einsatzmöglichkeiten.

"Wenn wir einen Weg finden, diese Gele biologisch abbaubar zu machen, gibt es keinen Grund mehr, warum wir diese Produkte nicht dafür verwenden könnten, um Wunden von Patienten perfekt auszuheilen. Und das ist nur eine von vielen Verwendungsmöglichkeiten", ergänzt Gunnlaugsson. Aber auch der Einsatz bei Smartphone- und TV-Displays sowie bei Windschutzscheiben von Autos ist denkbar.

Christian Sec | pressetext.redaktion

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