Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligenter Laufschuh verhindert Verletzungen

03.11.2014

Sensorik beobachtet Lauftechnik, passende App gibt nützliche Tipps

Forscher am Institut für Biomechanik Valencia (IBV) http://ibv.org  haben in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und dem Sportbekleidungshersteller Kelme http://kelme.com  einen intelligenten Laufschuh entwickelt, der Verletzungen vorbeugen soll.


Sensor-Einlage: hilft bei richtigem Laufen

(Foto: runsafer.eu)

Dazu sind im Prototypen Sensoren verbaut, die während des Laufens biomechanische Daten sammeln, die Aufschluss über die Lauftechnik des Trägers geben. Die zugehörige Smartphone-App analysiert die Daten und gibt in Echtzeit Feedback. Das Reicht von Technik-Tipps bis hin zum Rat, mit dem Laufen aufzuhören, falls das Verletzungsrisiko all zu hoch erscheint.

Der Laufsport ist in den vergangenen Jahren sehr populär geworden, allein in Europa gibt es nach Schätzungen über 80 Mio. Aktive. Doch Verletzungen sind relativ häufig, was nicht zuletzt mit einer oft suboptimalen Lauftechnik zusammenhängt. Eben hier setzt der intelligente Laufschuh an, der im Rahmen des von der EU-Komission geförderten Projekts RUNSAFER http://runsafer.eu  entstanden ist. Es handelt sich um das erste System, dass wirklich biomechanische Messungen der Lauftechnik macht - die eben helfen sollen, unnötigen Verletzungen vorzubeugen.

Der Coach im Schuh

Smartphone-Zubehör, das beispielsweise die Pulsfrequenz von Sportlern misst, gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Das neue System kann die Daten von Pulsmessern ebenso nutzen wie eine GPS-Standortbestimmung, um solche Informationen in die Auswertungen einfließen zu lassen und die Performance zu bewerten.

Das Kernstück bilden aber die Sensoren, die in den Schuh selbst eingebettet werden. Wie anderes Zubehör übertragen sie ihre biomechanischen Daten drahtlos an das Smartphone und ermöglichen damit eine besonders umfassendes Feedback.

Dank der Schuh-Sensoren kann das System mittels App ähnlich wie ein menschlicher Coach in Echtzeit Technik-Tipps geben und beispielsweise raten, das Laufmuster zu ändern. Stuft die Lösung das Verletzungsrisiko sehr hoch ein, mahnt die App zum Beenden des Lauftrainings.

Zusätzlich werden Nutzer die Möglichkeit haben, Daten in ein Web-Portal hochzuladen. Dieses hilft dann Trainingspläne zu erstellen und gibt zusätzliche Empfehlungen, wie der Sportler Verletzungen vorbeugen kann. Dazu, ob oder wann die Lösung wirklich kommerziell verfügbar wird, gibt es allerdings noch keine Angaben.

Video: http://www.youtube.com/watch?v=p8iJs1StNO0

Thomas Pichler | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie