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Intelligente Sonnenbrille erfasst Lichteinfall

19.07.2011
Dynamischer Blendschutz dank Kamera und LCD-Screen

Chris Mullin, CEO des Unternehmens Dynamic Eye, und die Universität Buffalo entwickeln derzeit eine Brille mit dynamischem Blendschutz. Eine winzige Kamera auf der Nasenbrücke sucht die Gläser nach Lichtreflexionen ab und positioniert anschließend dank Mikroprozessor einen dunklen Fleck am LCD-Display des Brillenglases, um die Augen effizient vor zu starker Lichteinstrahlung zu schützen. Die Reaktionszeit liegt bei 50 Millisekunden.


Sonnenbrille: Fleck am LCD als Blendschutz (Foto: Dynamic Eye/Uni Buffalo)

Erster Prototyp präsentiert

"Unser Produkt lässt den Nutzer mehr denn je bei starkem Lichteinfall sehen, weil es die direkte Einstrahlung zehn bis 100 mal stärker reduzieren kann als andere Sonnenbrillen", so Mullin. Er arbeitet seit 2003 gemeinsam mit dem Elektrotechnik-Professor Albert Titus von der Universität Buffalo an der Brille. Nun konnten sie einen ersten Prototypen des Sommer-Accessoires präsentieren, den sie Besucher im Delaware Park in Buffalo testen ließen.

Eine in die Brücke integrierte Kamera erfasst Lichtreflexionen im Sichtfeld des Trägers, analysiert diese und weist ab einem bestimmten Helligkeitswert einen Mikroprozessor an, einen grauen Fleck in der Größe von vier mal sechs Millimeter entsprechend am LCD-Screen des Brillenglases zu positionieren. Das abgedeckte Areal bleibt dabei gut sichtbar. Titus und Mullin konnten die Reaktionszeit des Sensors mittlerweile auf 50 Millisekunden senken.

Vielseitige Anwendung möglich

Das Projekt hat auch das Interesse des Militärs gezogen. Die U.S. Air Force investiert Geld in die Entwicklung von verbessertem Augenschutz für ihre Piloten.

Anwendung könnte das Konzept von Titus und Mullin auch im Gesundheitswesen und im Automobilsektor finden. So könnten Brillen für Glaukom-Patienten mit gesteigerter Lichtempfindlichkeit damit ausgestattet werden. Eingebaut in Windschutzscheiben oder Rückspiegel könnte die Technologie Fahrer davor bewahren, durch helles Fernlicht geblendet zu werden.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.dyneye.com

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