Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Mülltonnen schonen Umwelt

09.10.2012
US-Unternehmen entsorgt Abfall ökologisch

Das US-Unternehmen BigBelly Solar versucht, die Abfallentsorgung in Städten ökologischer zu gestalten. Ihre Abfalltonnen sind mit Solarzellen ausgestattet, die genug Energie liefern, um den Müll direkt vor Ort zu komprimieren. So steigt die Kapazität gegenüber vergleichbaren Tonnen um den Faktor fünf.


Überquellende Mülltonne: Technik hilft (Foto: pixelio.de, Rudolpho Duba)

Dadurch müssen die umweltschädigenden Müll-Autos seltener ausfahren, um die Hightech-Behälter zu leeren. Zudem betreiben die Photovoltaikelemente Sensoren und ein Kommunikationssystem. So liefern die Abfallsammelstationen immer aktuelle Daten an die Zentrale.

Nicht praktikabel

"Ähnliche Systeme gibt es schon seit einigen Jahren, auch in Wien haben wir vergleichbare Müllcontainer getestet. Allerdings haben sich die Anlagen als unpraktisch erwiesen. In Wien werden die Müllkübel von der Straßenreinigung regelmäßig geleert, ein System mit Sensoren bringt also keinen Vorteil.

Zudem wird der Abfall hier in Fernwärmekraftwerken verwertet, gepresster Müll macht da Probleme. Tonnen mit mechanischen Teilen sind zudem teuer und anfällig für Störungen", sagt Ulrike Volk von der Magistratsabteilung 48 der Stadt Wien http://www.wien.gv.at gegenüber pressetext.

Die Erfahrung zeige auch, dass ein dichtes Netz aus Tonnen nötig ist, damit die Menschen ihren Müll korrekt entsorgen. "Bei 24.000 Behältern im Stadtgebiet wären die Kosten einer Umstellung enorm. Lediglich in sehr entlegenen Gebieten könnten sich bei uns Vorteile aus einem solchen System ergeben", so Volk.

Bessere Planung

Durch die Echtzeit-Daten, die von den Abfallbehältern an einen Rechner geschickt werden, können die Routen der Müllfahrzeuge effizienter geplant werden. So werden nur noch Tonnen geleert, die tatsächlich voll sind, das aber dafür mit Sicherheit. Laut BigBelly lassen sich die Fahrten der Müll-Laster mit der Technologie um bis zu 80 Prozent reduzieren. Das spart Treibstoff und Personal. Gleichzeitig profitiert die Umwelt und der Verkehr wird geschont. Die Stadt Philadelphia hat im ersten Jahr nach der Einführung des Systems 900.000 Dollar gespart.

Durch die Versorgung mit Solarenergie können die BigBelly-Tonnen praktisch überall aufgestellt werden. Die Platzanforderungen sind dabei nicht viel größer als bei herkömmlichen Abfallsammelstationen. Neben den Geräten mit integrierter Komprimierung gibt es auch Tonnen für Glas und andere Recycling-Stoffe, die lediglich mit den Solarzellen und Sensoren ausgestattet werden und den Müll nicht komprimieren. Die Behälter können beliebig miteinander kombiniert und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.

Markus Keßler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.bigbellysolar.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Weltweit erste fliegende Selfie-Kamera im Handyformat in Berlin vorgestellt
09.03.2017 | AirSelfie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie