Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-Handauflage hilft Chirurgen und Malern

09.03.2010
Ständige Neuausrichtung ermöglicht präzises Arbeiten

Ingenieure haben eine Hightech-Handauflage entwickelt, um manuelle Arbeiten mit hoher Genauigkeit zu erleichtern. "Die 'Active Handrest' ist nützlich, um Personen bei Chirurgie, Malen, Elektronikreparaturen und anderen Aufgaben zu helfen, die eine präzise Kontrolle der Fingerspitzen erfordern", erklärt William Provancher, Assistenzprofessor für Maschinenbau an der University of Utah.

Dazu macht es die Hightech-Hilfe dem User möglich, stets eine ruhige Hand zu bewahren. Die Auflage wird dabei von einem Computer stets so nachjustiert, dass sich die Fingerspitzen immer in der Mitte jenes Bereichs befinden, in dem sie wirklich geschickt Schnitte oder Pinselstriche setzen können.

Die Finger stets in bester Position

Grundsätzlich ist eine stabil aufgelegte Hand ruhiger, was für Präzisionsarbeiten von Vorteil ist. Doch wenn eine Person den Arm auf den Tisch legt, um zu schreiben, kann nur in einem Bereich von etwa 2,5 Zentimetern Seitenlänge wirklich mit hoher Fingerfertigkeit gearbeitet werden, so Provancher. Hier setzt die neue Handauflage an, indem sie sich bei Bedarf so neu ausrichtet, dass die Fingerspitzen des Nutzers auch bei einem größeren Arbeitsbereich immer ideal für maximale Geschicklichkeit positioniert werden.

Dazu steuert ein Computer anhand der Daten aus einem Kraftsensor, der unter Handgelenksauflage angebracht ist, das System vor-, rück- sowie seitwärts. Der Anwender behält dabei immer die volle Kontrolle über das jeweils gehaltene Werkzeug, was laut Provancher der wesentliche Vorteile gegenüber robotischen Hilfen ist, die direkt an der Führung von Skalpellen oder ähnlichem beteiligt sind. Eben die Chirurgie sieht der Wissenschaftler als ein mögliches Einsatzgebiet für die Erfindung. Doch auch Künstler, Maschinisten und andere Nutzer, die Werkzeuge sehr genau handhaben müssen, könnten profitieren.

Mit größerem Arbeitsbereich in die Vermarktung

Der aktuelle Prototyp der Active Handrest ermöglicht dem User präzise Bewegungen in einem Arbeitsbereich von rund 25 mal 25 Zentimetern. Die Entscheidung zugunsten des Kraftsensors als Steuerlösung ist gefallen, da sich dieser Ansatz bei einer Vergleichsstudie gegenüber einem Ansatz mit Positionsüberwachung des Werkzeugs durchsetzen konnte. Die Präzision war zwar vergleichbar, doch fanden die Probanden die Steuerung durch den von ihnen auf die Ablage ausgeübten Druck intuitiver.

In Zukunft könnten noch größere Arbeitsbereiche abgedeckt werden und auch dreidimensionale Bewegungen seien möglich, so Provancher. Die Erfindung wurde zum Patent angemeldet. Die Kommerzialisierung könne entweder über ein universitäres Spin-off-Unternehmen erfolgen oder aber durch Lizenzierung an Unternehmen, die beispielsweise robotische Chirurgiesysteme herstellen, Touch-Feedback-Geräte fertigen oder Elektronik nachrüsten.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.coe.utah.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht LED-Sitzhocker gegen Rückenschmerzen
02.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation

nachricht Hochschule Hamm-Lippstadt entwickelt Lebensmittel-Abholbox für ländliche Regionen
14.03.2018 | Hochschule Hamm-Lippstadt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Embryonale Genregulation durch mechanische Reize

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Quantenverschränkung auf den Kopf gestellt

22.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics