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Haushaltsgerät gewinnt Trinkwasser aus der Luft

24.11.2008
Luftfeuchtigkeit muss entsprechend hoch sein

Das kanadische Unternehmen Element Four hat ein Gerät entwickelt, mit dem Trinkwasser aus der Luft gewonnen werden kann. Mit der Energie von rund drei Glühbirnen nimmt die Erfindung Luftfeuchtigkeit auf, lässt sie kondensieren und reinigt die Flüssigkeit, bis sie als sauberes Trinkwasser aus der Leitung fließen kann.

Die Entwickler sind überzeugt davon, dass das vorgestellte Gerät namens Watermill zu einem ebenso weit verbreiteten Haushaltsgerät wie die Mikrowelle werden kann, berichtet der Guardian. "Die Nachfrage nach Wasser ist beträchtlich höher als früher. Die Menschen wollen Unabhängigkeit von Wasserleitungssytemen, die wackelig und immer unzuverlässiger sind", zeigt sich der Gründer von Element Four, Jonathan Ritchey, überzeugt. Er erwartet, dass die Watermill nach ihrem Verkaufsstart im Frühling 2009 auf große Nachfrage stoßen wird.

Das Gerät hat einen Durchmesser von fast einem Meter und erinnert an einen Golfball. Es leitet Luft durch mehrere Filter, die Staub und Partikel entziehen und kühlt die Luft dann knapp unter den Punkt, an dem sich Kondensat bildet. Das kondensierte Wasser wird dann durch eine Selbst-Sterilisierungskammer geleitet, die mikrobentötendes UV-Licht verwendet. Dadurch soll jede Möglichkeit der Entstehung der Legionärskrankheit oder anderer Krankheiten ausgeschlossen werden. Nach einer letzten Filterung wird das Wasser von der an der Hauswand angebrachten Watermill durch eine Leitung zum Waschbecken geleitet. Auf diese Weise können pro Tag zwölf Liter Wasser gewonnen werden.

Obwohl sich in der Luft achtmal mehr atmosphärisches Wasser befindet als in allen Flüssen der Welt, kann die Watermill nicht überall angewendet werden. Unter einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 Prozent funktioniert die Erfindung nicht. Für die Wüste und extrem trockene Gegenden ist das Gerät also nicht geeignet. In allen anderen Regionen der Welt kann die Watermill jedoch Wasser gewinnen. Um dabei Energie zu sparen, hat das Gerät einen Computer eingebaut, der die Leistung der Luftfeuchtigkeit anpasst. Zu Sonnenaufgang, wenn die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist, läuft die Watermill auf Hochtouren, während sie in den trockenen Nachmittagsstunden die Wassergewinnung herunterfährt.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.elementfour.com/

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