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Flexibler Chip überwacht Kühlkette

25.01.2012
Billige und ökologische Lösung geht 2013 in Massenproduktion

Der Einzug elektronischer Haltbarkeitsüberwacher steht unmittelbar bevor. Neben intelligenten Kühlschränken oder Plaketten, die ihre Farbe ändern, soll nun auch ein gedruckter Chip der norwegischen Firma ThinFilm Electronics für Sicherheit vor dem Verzehr leicht verderblicher Güter sorgen. Dieser wird in der Lage sein, die komplette Kühlkette zu überwachen.


Chip: Druckbare Elektronik soll Lebensmittel kontrollieren (Foto: ThinFilm)

Druckbarer Mess-Sensor entwickelt

Den Norwegern ist es gelungen, einen beschreibbaren Speicher zu bauen, der sich aufdrucken lässt. Dieser wurde in Kooperation mit PST Sensors http://pstsensors.com gebaut und bildet neben dem Temperatursensor eine der Kernkomponenten der neuen Erfindung. Insgesamt handelt es sich "um ein smartes Objekt, das komplett in sich geschlossen arbeitet", schildert Jennifer Ernst, Nordamerika-Vizechefin von ThinFilm, gegenüber Wired.

Die erste Generation des Lebensmittel-Wächters wird bereits einige Funktionen beherrschen. Neben Informationen über das jeweilige Nahrungsmittel kann er dank seines Speichers Buch über Temperaturveränderungen führen. Hinter dem dazugehörigen, ebenfalls druckbaren "Thermistoren" stecken alleine zehn Jahre Forschungsarbeit. Darüber hinaus inkorporiert das System auch noch eine winzige Batterie mit der Kapazität von einer Milliamperestunde sowie einen Anschluss für ein optionales Display.

Günstig und umweltfreundlich

Die komplette Konstruktion soll zumindest über sechs Monate lauffähig sein. Der Großteil basiert auf Materialien, die danach bedenkenlos entsorgt werden können. So besteht der Speicher beispielsweise aus einem ferro-elektrischen Polymer.

Neben ökologischen Vorteilen soll die ThinFilm-Entwicklung anderen Systemen auch in Sachen Kosten deutlich überlegen sein. Man rechnet damit, dass der Preis für einen kompletten Chip in der für 2013 geplanten Massenproduktion bei etwa 0,3 Dollar liegen wird. Dies entspricht dem Bruchteil von ähnlicher Elektronik auf RFID-Basis.

Der wiederbeschreibbare Speicher erlaubt auch andere Anwendungsformen. So produziert ThinFilm heute bereits Lösungen, die etwa im Bereich der Besucherkontrolle- und Authentifizierung zum Einsatz kommen. Neue Klein-Sensoren, etwa für Luftfeuchtigkeit oder Luftbestandteile könnten diese Möglichkeiten in Zukunft erweitern.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://thinfilm.no

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