Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Hybrid-Roller der Welt vorgestellt

22.10.2009
Piaggio verspricht CO2-Einsparung von 50 Prozent

Der italienische Roller-Produzent Piaggio hat mit dem MP3 Hybrid den ersten Hybrid-Roller der Welt vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des 2007 eingeführten MP3-Konzepts, das zwei Vorderräder vorsieht.


Das Fahrzeug, das heute, Donnerstag, in Wien erstmals live zu erleben war, ist als Parallelhybrid konzipiert, bei dem Verbrennungs- und Elektromotor mechanisch und elektronisch gekoppelt sind. Das Aufladen der Batterien geschieht einerseits über den Benzinmotor während der Fahrt bzw. kann auch über die Steckdose erfolgen.

Batterieladung reicht für 20 Kilometer Wegstrecke

Das Zusammenspiel der Antriebsquellen funktioniert aber auch in die andere Richtung. So kann der Elektromotor zum Benzinmotor dazugeschaltet werden, was laut Piaggio für 85 Prozent Mehrleistung - etwa beim Anfahren - sorgt. "Natürlich kann der Roller auch im komplett emissions- und geräuschlosen Elektromodus benutzt werden. Eine volle Batterieladung garantiert 20 Kilometer Wegstrecke sowie eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h", erklärt Piaggio Produktmanager Massimiliano Gerbi im Gespräch mit pressetext. Über die Steckdose dauert das vollständige Aufladen der Batterie rund drei Stunden. Die Lebensdauer der Batterie gab Gerbi mit 1500 Ladezyklen an, womit die komplette Lebensdauer des Gefährts abgedeckt werden könne.

Nach Italien und Frankreich, wo das Gerät vor wenigen Wochen angekündigt wurde, ist Österreich das dritte europäische Land, wo der Hybridroller ab sofort auf dem Markt verfügbar ist. Die übrigen europäischen Länder - allen voran auch Deutschland und die Schweiz - sollen spätestens 2010 folgen. "Unser ursprünglicher Plan war, den MP3 Hybrid Ende 2009 vorerst nur in Italien auf den Markt zu bringen. Die Nachfrage und das Interesse war aber derart groß, dass wir nun mit einer ambitionierteren Einführung in mehreren Ländern losstarten", erklärt Massimo Mirosi, Senior Vice President von Piaggio, im pressetext-Interview.

Hybridantrieb senkt Emissionen um 50 Prozent

Die Entwicklung des Hybrid-Antriebs, der vollständig durch Piaggio erfolgte, sieht das Unternehmen als wichtiges Zeichen für mehr Umweltbewusstsein und Flexibilität im Straßenverkehr. Bei einer durchschnittlichen Nutzung von Hybrid- und Elektromodus schafft der Roller rund 60 Kilometer mit einem Liter Treibstoff. Die CO2-Emission gibt Piaggio mit 40 Gramm pro Kilometer an. Die Vergleichswerte bei einem herkömmlichen Roller liegen bei einem Ausstoß von 90 g/km, der Benzinverbrauch bei 26 km/l.

"Ungeachtet der Automobilkrise verzeichnen wir weiterhin gute Zuwächse im Rollersegment. Gerade in den Städten mit ihrer Verkehrs- und Parkplatzproblematik wird diese Art der Mobilität zunehmend geschätzt", meint auch Josef Faber, der in Österreich als Piaggio-Generalimporteur fungiert. Die Tendenz gehe zudem dahin, statt des Zweitwagens lieber einen Roller anzuschaffen, der vor allem in den monatlichen Erhaltungskosten weitaus günstiger sei. Das innovative Hybrid-Gefährt von Piaggio kommt in der Anschaffung allerdings auf einen stolzen Preis. Der empfohlene Listenpreis beträgt 8.999 Euro.

Martin Jan Stepanek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.piaggio.at/
http://www.faber.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie