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Elektronisches Papier im Zeitungsformat entwickelt

15.01.2010
Größtes biegbares E-Paper der Welt nur drei Millimeter dünn

LG Display hat das größte biegbare E-Paper der Welt vorgestellt. Mit 19 Zoll Diagonale, was 25 mal 40 Zentimeter entspricht, kann LG so erstmals ein elektronisches Papier im Zeitungs-Großformat anbieten. Durch die flexible Materialbeschaffenheit und das geringe Gewicht von gerade einmal 130 Gramm soll sich das E-Paper bestens zum Zeitungslesen eignen.

Elektronik in Oberfläche integriert

Das vorgestellte E-Paper ist nur drei Millimeter dünn und setzt auf TFT-Technologien in Kombination mit einer Metal-Folie. Damit wird erreicht, dass das Display auch gerollt werden kann und schließlich wieder in die ursprüngliche Form zurückkehrt. Die elektronischen Schaltkreise bzw. der Chip, der das Display mit den entsprechenden Informationen versorgt, sind in die Oberfläche eingearbeitet. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität des Materials gewährleistet werden.

Ob und wann das südkoreanische Unternehmen mit der Massenproduktion für das E-Paper starten wird, steht derzeit noch nicht fest. LG Display kündigte allerdings an, mit der Massenproduktion einer kleineren 11,5-Zoll-Variante noch im ersten Halbjahr 2010 starten zu wollen. Laut Schätzungen des Marktforschungsunternehmens DisplaySearch wird der e-Book-Markt von 370 Mio. auf rund 1,2 Mrd. Dollar anwachsen. Für 2015 werden gar Umsätze bis zu 1,7 Mrd. Dollar prophezeit.

LCD-Display mit 2,6 Millimeter

Was dünne Displays betrifft, ist LG vor kurzem auch im LCD-Bereich aufgefallen. So präsentierten die Südkoreaner auf der diesjährigen CES einen 42-Zoll-Prototypen, der nur 2,6 Millimeter misst. Sie unterboten damit den eigenen Weltrekord vom Mai 2009, als erstmals ein 5,9 Millimeter dünner Prototyp vorgestellt wurde (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/090519019/ ). Um diesen Wert zu erreichen, arbeitet LG bei der Hintergrundbeleuchtung der Displays mit LED-Technologien, die an den jeweiligen Seiten des Bildschirms angebracht sind. Eine Ankündigung für die Massenproduktion dieser Displays steht allerdings ebenfalls noch aus.

Martin Jan Stepanek | pressetext.austria

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