Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dünnstes Keyboard der Welt entwickelt

03.09.2013
Tastatur wird auf der IFA vorgestellt - Marktreif in etwa einem Jahr

Die dünnste Tastatur der Welt hat ein Team der Firma CSR entwickelt. Das Eingabegerät soll nur knapp einen halben Millimeter dick sein. Auf der Internationalen Funkausstellung Berlin (IFA), die am Freitag startet, wird das rollbare Gerät, das auch über einen Touchscreen verfügt, präsentiert.


0,49 Millimeter dick: Die dünnste Tastatur der Welt (Foto: csr.com)

Stromkreis wird aufgedruckt

Die neue Tastatur soll laut dem Entwickler so flexibel sein, dass sie sich problemlos aufrollen lässt - bis zu einem Durchmesser von etwa 2,5 Zentimetern. Außerdem wird das Keyboard über Bluetooth Smart verfügen.

Vor allem als leichtes, flexibles Eingabegerät für Tablet-PCs soll sich die rollbare Tastatur bewähren. Über das aktuell produzierte Gerät sagt Paul Williamson, Direktor der Sparte Niedrig-Energie und Wireless bei CSR im pressetext-Gespräch: "Es ist ein funktionierender Prototyp und eher ein Blick in die Zukunft als etwas, was noch dieses Jahr in den Verkauf kommt."

CSR verwendet bei der Herstellung die sogenannte Catalytik-Inkjet-Technologie. Dabei werden stromleitende Partikel mit einer Trägerlösung versetzt, die wie Tinte in einem Drucker auf ein Medium aufgebracht werden kann.

Der Stromkreis wird also aufgedruckt. Den Vorteil der neuen Technik sieht Williamson vor allem in der Flexibilität. "Wir werden viele verschiedene Formen und Größen sehen. Manche so klein wie ein iPad Mini, aber auch größere, mit einer steiferen Form für Desptop-PCs", wie er in Medienberichten zitiert wird. Farbig, transparent oder wellenförmig soll die Tastatur zum Beispiel auf einem Stück Leder angebracht werden können.

Kosten ähnlich konventioneller Tastaturen

Die Tastatur soll Herstellerangaben zufolge über einen Touchscreen verfügen. "Man könnte beispielsweise auf einem Stück Papier, das auf dem Touchscreen, liegt Notizen machen. Sie würden automatisch mit dem PC synchronisiert werden", wie Williamson einen der Vorteile beschreibt.

Fraglich seien laut Martin Grunwald von der Uni Leipzig, http://haptiklabor.uni-leipzig.de , die haptischen Eigenschaften der ultra-dünnen Tastatur. "Ob der Nutzer sich stärker an die Technik anpassen muss als ihm lieb ist, ist ja immer die Frage. Mikroelektronisch ist die Technik heute kein Problem mehr", erklärt Grunwald gegenüber pressetext.

Das Eingabegerät wird etwa 60 bis 70 Dollar (rund 45 bis 55 Euro) kosten. Die Stromversorgung erfolgt durch einen Lithium-Polymer-Akku. "Dieser kann über einen Micro-USB-Anschluss wieder aufgeladen werden", erklärt Williamson im Interview mit pressetext. Das Produkt-Portfolio wird laut Williamson von 1,8-Volt-Geräten bis hin zu 4,4-Volt-Tastaturen reichen. Bis die Tastatur zu kaufen ist, sollen Medienberichten zufolge aber noch weitere zwölf Monate vergehen.

Michael Krause | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.csr.com
http://b2c.ifa-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ein Feuerwerk der chemischen Forschung

24.08.2017 | Veranstaltungen

US-Spitzenforschung aus erster Hand: Karl Deisseroth spricht beim Neurologiekongress in Leipzig

24.08.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eisberge: Mathematisches Modell berechnet Abbruch von Schelfeis

24.08.2017 | Geowissenschaften

Besseres Monitoring der Korallenriffe mit dem HyperDiver

24.08.2017 | Geowissenschaften

Rauch von kanadischen Waldbränden bis nach Europa transportiert

24.08.2017 | Geowissenschaften