Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Darmstädter Studenten entwickeln mobilen Dehydrationswarner für Senioren

20.11.2015

Sieger des VDE/BMBF-Studentenwettbewerbs COSIMA ausgezeichnet

Mit Sip It! Schluck es!, einem mobilen Dehydrationswarner für Senioren, haben die Darmstädter Studenten Luisa Pumplun, Claas Hartmann, Masih Fahim und Marco Degünther den diesjährigen Studentenwettbewerb COSIMA und damit ein Preisgeld von 1.000 Euro gewonnen.


Die Darmstädter Studenten v.l.: Masih Fahim , Claas Hartmann, Luisa Pumplun und Marco Degünther.

Bild: VDE

Ende Oktober präsentierten die Nachwuchsforscher ihr Projekt im Rahmen des MikroSystemTechnik Kongresses in Karlsruhe. Seit 2009 veranstaltet der VDE mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Wettbewerb, bei dem Studierende von Fachhochschulen und Hochschulen im deutschsprachigen Raum Ideen für neue Einsatzmöglichkeiten von Mikrosystemen entwickeln.

Das Innovative des Gerätes der Darmstädter Studenten ist seine anwenderfreundliche Gestaltung, die sich speziell an Senioren richten soll. Bei Sip It! kann das entwickelte Elektrodensystem durch Handauflegen des Anwenders dessen Wasserhaushalt exakt erfassen. Eine Auswertungssoftware erkennt anschließend den Hydrationszustand des Anwenders und kommuniziert das Ergebnis an ihn. Bei zu hohem Wassermangel gibt das Gerät eine optische und akustische Warnung aus.

Über den zweiten Platz und 750 Euro freuten sich Svenja Hermann, William Tasnadi, Loic Kautzmann und Tommy Heckert von der TU Ilmenau. Sie entwickelten die diebstahlsichere Tasche ProBag. Hierbei handelt es sich um ein Modul, das als Schlosssystem in eine Tasche integriert wird, um den Diebstahl von Wertsachen aus der Tasche und das Stehlen der Tasche selbst zu verhindern.

Die Sicherheitsfunktionen lassen sich über mobile Endgeräte auswählen und aktivieren. Mikrosystemgestützte Aktoren und Sensoren realisieren einen personalisierten Zugriff durch den Besitzer und erkennen dessen Bewegungsmuster. Stellt das System einen Diebstahl fest, etwa durch ein fremdes Bewegungsmuster, schlägt „ProBag“ Alarm und informiert den Besitzer mit einem Warnsignal über das Smartphone.

Auf Platz Drei landeten Karl Lappe, Konstantin Hoffmann und Wesley Custódio von der Albert-Ludwigs Universität Freiburg mit ihrem Projekt Cablebot, für das sie ein Preisgeld von 500 Euro erhielten. Sie entwickelten den Prototyp eines Roboters, der bei der Elektrifizierung von Gebäuden entsprechende Leitungen in Leerrohre einziehen soll.

Leerrohre werden beim Hausbau in die Wände verlegt, um später stromführende Leitungen oder Telefonkabel darin zu verlegen. Das Einziehen wird derzeit entweder durch einen hydrostatischen Druckunterschied oder mechanisch mittels Zugschnur durchgeführt.

Die drei Gewinnerteams haben sich auch für den internationalen Wettbewerb iCan 2016 qualifiziert. Vom 6. bis 8. Juli 2016 treffen sie in Paris mit ihren Projekten auf Teams aus der ganzen Welt.

COSIMA steht für Competition of Students in Microsystems Applications. Beim Wettbewerb entstehen innovative Anwendungen und Konzepte bereits existierender mikrosystemtechnischer Komponenten. Die Aufgabenstellung reicht von der wirtschaftlichen Planung über die Projektdurchführung bis zur Öffentlichkeitsarbeit. Aus aussichtsreichen Konzepten entwickeln die Teams dann einen Prototyp. Mikrosysteme sind vielfältig einsetzbar und setzen sich meist aus einem oder mehreren Sensoren, Aktoren und einer Steuerungselektronik zusammen.

Weitere Informationen unter www.cosima-mems.de

Pressekontakt: Melanie Unseld, Telefon: 069 6308-461, melanie.unseld@vde.com

Melanie Unseld | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise