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Brillenloses 3D: Demo-App fürs iPad veröffentlicht

23.05.2011
Technologie auch in Verbindung mit 3D-Displays interessant

Interessierte User können brillenloses 3D auf iPhone und iPad jetzt selbst erleben. Denn Forscher der Engineering Human-Computer Interaction Research Group (IIHM) am Laboratoire d'Informatique de Grenoble haben mit "i3D" eine kostenlose App veröffentlicht, die mittels Frontkamera ein 3D-Gefühl vermittelt. Dieser Ansatz hat auch langfristiges Potenzial. "Man könnte das mit einem stereoskopischen 3D-Display kombinieren, um einen wirklich immersiven 3D-Effekt zu erzielen", erklärt IIHM-Doktorand Jérémie Francone gegenüber pressetext.


3D-Effekt fürs Pad: Gratis-App zeigt Kamera-Trick (Foto: iihm.imag.fr)

Kamera-Trick für alle
i3D setzt auf die Frontkamera in iPad 2 oder iPhone 4 für eine sogenannte "Head-Coupled Perspective" (HCP). Die Software verfolgt die Position des Kopfes relativ zum Display und passt die Anzeige laufend so an, dass ein 3D-Endruck entsteht. Die Franzosen hatten diesen Ansatz zunächst mittels YouTube-Videos der Öffentlichkeit präsentiert (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/110413009/). Mit der Gratis-App können sich User anhand einiger beispielhafter 3D-Szenen nun selbst davon überzeugen, wie gut das funktioniert.

Während seitliche Bewegungen bei i3D vor allem auf dem iPad einen deutlichen 3D-Effekt vermitteln, reagiert die App derzeit nicht darauf, wenn sich der Kopf dem Bildschirm nähert oder davon entfernt. Das liegt laut Francone daran, dass es schwer ist, nur mit der Frontkamera Abstandsänderungen sinnvoll einzuschätzen. "In internen Demos funktioniert das zwar, aber nicht gut genug für die App-Store-Version", meint er. Gelingt es, dieses Problem zu lösen, würde der 3D-Ansatz noch attraktiver.

Kombi-3D
Anfang des Monats sind Gerüchte aufgekommen, dass das iPad 3 ein 3D-Bildschirm haben wird, der ähnlich wie beispielsweise bei Nintendos 3DS keine Spezialbrille erfordert. Damit wäre die HCP-Technologie aber nicht unbedingt überflüssig, da sie eine zusätzliche Dynamik bringt. Daher orten die Franzosen die Chance, dass ihr Ansatz in Kombination mit derartigen autostereoskopischen Displays für besonders spektakuläre 3D-Erlebnisse sorgt.

"Wir führen derzeit Gespräche mit einigen Unternehmen der Games-Branche, da HCP für Spiele sehr interessant wäre", sagt Francone. Denn mit der Technologie bieten sich neue Möglichkeiten wie beispielsweise eine Kameraführung durch Kopfbewegung. "HCP ermöglich eine Art 'interaktives 3D', das der User sich wirklich herumbewegen und verschiedene Teile von Objekten sehen kann", so der Informatiker.

Thomas Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://iihm.imag.fr/francone/i3D/

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