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Strom aus Wellenkraft – 100% emissionsfreie Energie

16.03.2007
Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung legten die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), das Land Niedersachsen und die Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co. KG als Technologiepartner bereits im März 2006 den Grundstein für den Bau des ersten deutschen Wellenkraftwerks an der Nordseeküste. Seitdem gilt es, einen geeigneten Standort für das Kraftwerk zu ermitteln, um bestmögliche Energieerträge zu erzielen.
Wellenkraft ist 100% emissionsfreie Energie

Gerade im Zuge der Diskussion um eine Reduktion der CO2-Emissionen setzt die EnBW ein Zeichen mit ihrem innovativen Konzept für ein OWC-Wellenkraftwerk.

Im Gegensatz zur Nutzung des Tidenhubs macht sich dieser Kraftwerkstyp die durch den Wind erzeugte Wellenkraft zunutze – egal ob fest am Ufer installiert oder auf einer schwimmenden Plattform im Meer. In einer stabilen Druckkammer unterhalb der Wasserlinie entsteht eine sogenannte „schwingende Wassersäule“ (OWC für „oscillating water column“), die die darüber liegende Luft in eine Wells-Turbine drückt. Der Clou: Die einströmende Luft bewegt die Turbine immer in dieselbe Richtung. Ein Generator wandelt diese Drehbewegung in Strom um, den ein Transformator ins Netz einspeist.

Ersten Berechnungen zufolge lässt sich mit dem von der EnBW geplanten Kraftwerk jährlich eine Leistung von 400.000 Kilowattstunden, was einer Stromversorgung von 120 Haushalten entspricht, erzeugen.

Erste Projekte erfolgreich abgeschlossen

Japan nutzt das Prinzip der „schwingenden Wassersäule“ (OWC) bereits seit den 1980-er Jahren. Auf der schottischen Insel Islay ist das erste europäische OWC-Wellenkraftwerk seit November 2000 in Betrieb. Gebaut wurde es ebenfalls von der Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co. KG, die damit ihr Know-how aus dem Regelbetrieb in die Planung des deutschen Wellenkraftwerks einfließen lassen kann.

Auch andere Länder, wie zum Beispiel die zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln setzen auf die emissionsfreie Wasserkraft. Läuft alles nach Plan, soll dort bis Ende 2009 ein Wellenkraftwerk mit zugehöriger Forschungsanlage zur Energieerzeugung für 1.250 Haushalte entstehen.

Kraftvolles Potenzial für Europa

Schätzungen zufolge bieten die auf die europäischen Küsten treffenden Wellen ein Potenzial von 300 Gigawatt. Würde man nur 10% der im Wasser gebundenen Energie nutzen, könnten rund zehn Millionen Haushalte europaweit mit Strom versorgt werden.

Betriebswirtschaftliche Prognosen gehen darüber hinaus davon aus, dass die Kosten für den Wellenstrom von derzeit ca. zehn Cent pro Kilowattstunde um mehr als das Doppelte auf ein Vergleichsniveau mit Energie aus Kohle und Gas absinken werden.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier auf der Homepage der Energie Baden-Württemberg AG:

Verstehen: Strom aus Wellenkraft

Pressemitteilung: EnBW plant Druckluftspeicher-Kraftwerk und erstes deutsches Meeresenergie-Kraftwerk

Dorota Zacirka | EnBW
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

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