Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Columba Armband ermöglicht Standortbestimmung von orientierungslosen oder vermissten Alzheimerpatienten

20.11.2006
Heute in Spanien von Medical Mobile Seguridad, Telefónica Móviles España, Eulen Servicios Sociosanitarios und CEAFA vorgestellt

- 60 % der Alzheimer-Patienten leiden unter Desorientierungsproblemen und sind einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt.

- Das Columba Armband beinhaltet ein Mobiltelefonsystem, ein intelligentes Alarmsystem und ein GPS-Sender. Dies ermöglicht die Kontrolle der Bewegung des Patienten bzw. die Kenntnis seines Standorts.

Derzeit leiden rund 600.000 Menschen unter der Alzheimerkrankheit in Spanien, rund 60 % von ihnen haben Desorientierungsprobleme und verirren sich möglicherweise. Um diese schwierige Situation zu lösen, haben Medical Mobile Seguridad, Telefónica Móviles España und Eulen Servicios Sociosanitarios, zusammen mit dem spanischen Verband der an Alzheimer und anderen Demens-Erkrankungen leidenden Personen, CEAFA, heute das Columba Armband in Madrid vorgestellt.

Das Armband besteht aus einem Mobiltelefonsystem, intelligenten Warnmeldungen und einer Standortbestimmung via Satellit (GPS) und ermöglicht es, den Alzheimer-Patienten zu lokalisieren, wenn sie sich verirren oder desorientiert sind, und unmittelbar mit ihnen Kontakt aufzunehmen. "Das neue mobile Lokalisierungssystem wird Familienangehörige und Pflegepersonal beruhigen und zugleich dramatische Situationen verhindern helfen, zu denen es kommen kann, wenn der Standort des Erkrankten nicht ausfindig gemacht werden kann und der Erkrankte selbst sich nicht daran erinnert, wer er oder sie ist", erläutert Emilio Marmaneu, der Vorsitzende des CEAFA-Verbandes.

Das von dem kanadischen Unternehmen Medical Intelligence Technologies Inc. (TSX: MIZ) - dessen spanische Tochtergesellschaft Medical Mobile Seguridad ist - entwickelte und patentierte Columba Armband wurde in Spanien von Telefónica Móviles España und Eulen Servicios Sociosanitarios eingeführt, dessen Netzwerke die Telefon- und Datenübertragungsdienste unterstützen werden.

Technologie und Innovation im Dienst der Gesundheit

Das Columba basiert auf einem intelligenten Erkennungs- und Alarmierungsprogramm, einem Geolokalisierungssystem via GPS und einem GSM/GPRS Sender, der die Movistar SIM-Karte aufnimmt. Das Ergebnis ist ein Armband in Uhrengrösse, das den an Alzheimer leidenden Person ihre volle Bewegungsfreiheit wiedergibt.

Verlässt der Träger des Columba Armbandes den ihm angestammten, zuvor von seinen Familienangehörigen bzw. vom Pflegepersonal bestimmten geographischen Bereich, sendet das Gerät automatisch einen Alarm, um die für den Patienten verantwortliche Person zu informieren.

Der Träger des Armbandes kann sofort - mithilfe des Telefonassistenzzentrums, das rund um die Uhr (24 täglich und 365 Tage im Jahr) besetzt ist - lokalisiert werden. Über die Freisprecheinrichtung des Geräts kann auch sofort mit dem Patienten Kontakt aufgenommen werden.

"In Columba stecken die Technologie und Effizienz von drei Jahren Forschung. Das Gerät hat bereits grossen Erfolg in Frankreich, wird nun auch in Spanien vorgestellt, um das Leben der Erkrankten und der Pfleger gleichermassen zu erleichtern. Bei Medical Mobile sind wir zuversichtlich, dass unsere Anstrengungen den Alzheimer-Patienten mehr Sicherheit und den Angehörigen mehr Ruhe geben werden", meint Louis Massicotte, Präsident und Gründer von Medical Mobile Seguridad und Erfinder des Armbandes.

"Columba ist ein eindeutiges Beispiel für das riesige Potenzial, das in GPS- und Mobiltelefontechnologien bei der Schaffung neuer Dienste steckt, die für Menschen gedacht sind, die unter räumlichen bzw. zeitlichen Orientations- und Wahrnehmungsproblemen leiden", meint Doctor Juan Manuel Martínez Gómez, General Director von Eulen Servicios Sociosanitarios.

"Bei Telefónica haben wir Jahre damit zugebracht, Anwendungen in Zusammenhang mit Gesundheits- und Telemedizinproblemen zu entwickeln und arbeiten mit führenden Unternehmen bei der Umsetzung unseres Wunsches, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, insbesondere derer, die unter irgendeiner Form von Behinderung leiden. Dank der Mobiltelefone ist es einfacher geworden, dieses Ziel zu erreichen. Wir sind erfreut bei diesem bahnbrechenden Projekt mit Partnern wie Medical Mobile, Eulen und CEAFA zusammenarbeiten zu können", fügt Rafael de Sádaba, Sectorial Relations and Social Development Director von Telefónica España hinzu.

Sicherheit, Freiheit und Beruhigung für den Erkrankten und seine Familie

Die Alzheimerkrankheit betrifft nicht nur den Patienten. Sie verändert auch das Leben der ganzen Familie, insbesondere das der Hauptpflegepersonen für viele lange und schwierige Jahre. Wenn die an Alzheimer leidende Person beginnt, ihre Fähigkeit zur Erkennung der eigenen familiären Umgebung zu verlieren oder deren Namen und Adresse zu vergessen, kommt es zu Umherirren und Desorientierung, wodurch all diejenigen, die sich um die Pflege des Patienten kümmern, sich tagtäglich um sie ängstigen müssen.

Um zu verhindern, dass der Patient sich verirrt, wagen die Pflegepersonen es oft nicht, aus dem Haus zu gehen, was es sehr schwierig macht, ein normales soziales Leben zu führen. Das Columba Armband bietet eine alternative Lösung.

Weitere Informationen erhalten Sie von: Burson-Marsteller, Alba Rodríguez / Paloma Íñigo, Tel. +34-91-384-67-52/69/00, Email alba_rodriguez@es.bm.com, prensa_salud@es.bm.com

Alba Rodríguez | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.es.bm.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften