Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frucht-Drink aus dem Versuchslabor soll Markt erobern

10.08.2006
"Smoothies" in England bereits Wellness-Trend

Vom kreativen Forschungsprojekt auf dem Weg zur möglichen Premiumerfrischung: Zwei Absolventen der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg wollen in Kürze ein neuartiges Ganzfruchtsaftgetränk auf dem deutschen Verbrauchermarkt etablieren. Der Drink aus dem Versuchslabor setzt sich aus mehreren pürierten Früchten ohne jegliche Zugabe von Wasser, Zucker, Farb- oder Konservierungsstoffen zusammen, wodurch sich der Tagesbedarf an Obst in nur wenigen Schlucken abdecken lassen soll. Entwickelt wurde der erhoffte Verkaufsschlager in einem über mehrere Monate angelegten Projekt am Lehrstuhl für Existenzgründungs- und Mittelstandsmanagement in Sankt Augustin. Im Unterschied zu herkömmlichen Fruchtsäften enthalten die schlanken Flaschen keinen flüssigen Inhalt, sondern eher eine dicklich-cremige Konsistenz wie Brei. Im englischsprachigen Ausland gelten solche "Smoothies" (übersetzt: weich, geschmeidig) in Szene-Klubs oder Sport-Treffs bereits länger als Wellness-Trend.

Vor dem noch für dieses Jahr geplanten Gang in die heimischen Supermarktregale starten die zwei Jung-Geschäftsführer Nicolas Lecloux (25) und Marco Knauf (28) sowie Diplomandin Inga Koster demnächst in fast 60 Unternehmen eine Probephase. Zu diesem Zweck wurde in Bonn die eigene Firma "true fruits" gegründet, die sich intensiv um Marketing und Vertrieb kümmert und deren Finanzierung durch einen gefundenen Investor möglich wurde. Demnächst befinden sich zunächst insgesamt 35.000 Flaschen zu je 250 Millilitern in Umlauf, die dazu notwendigen Früchte werden in Brasilien püriert, schockgefroren, verschifft und in Deutschland verarbeitet und abgefüllt. Bei fünf der sechs Rezepten für die "Smoothies" sind übrigens exotische Früchte wie Acerola, Acai und Caju enthalten. Acerola weist eine 30-mal höhere Vitamin C-Konzentration auf als eine Orange. Die Sorte "Beerenmix" wiederum enthält nur deutsche Obstsorten.

"Bei der Suche nach Partnern kommt unsere Geschäftsidee fast in allen Branchen positiv an, schließlich gibt es nichts Vergleichbares in Deutschland. Es beteiligen sich Nobelhotels oder Restaurants genauso wie Fitness-Center oder eine Supermarkt-Kette. Wir gehen dabei nach einem detaillierten Businessplan vor, den wir Schritt für Schritt abarbeiten", erläutert Lecloux gegenüber pressetext. Sein Mitstreiter Knauf war bei einem Auslandsaufenthalt im schottischen Aberdeen auf den Saft aufmerksam geworden. Nun sollen bald die Deutschen viel Geschmack an Sorten wie Mango-Passionsfrucht oder Ananas-Minze finden. Als Endpreis pro Flasche gelten 2,50 bis drei Euro als realistisch. Die Erfolgsaussichten stehen nicht schlecht: Immerhin hat Deutschland mit 42 Litern pro Kopf den höchsten Fruchtsaftverbrauch weltweit. Und in Großbritannien wurde die Produktion mit nur 50 Flaschen am Tag angefangen - mittlerweile sind es 70.000.

Frank-Michael Rall | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.smoothieproject.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Wissenschaftler entwickeln Rollstuhl, der Treppen steigen kann
30.11.2016 | Technische Universität München

nachricht AER – ein fotografierender Schaumstoffpfeil
04.11.2016 | University of Twente

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie