Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochauflösende NA-Linsen (SIL) für optische Datenspeicherung aus synthetischem Einkristalldiamanten

22.08.2005


Der Kernpunkt bei der Erhöhung der Datenspeicherdichte ist die Fähigkeit zur Herstellung kleiner Linsen, die mit kurzen Wellenlängen klarkommen. Diese so genannten Solid-Immersion Lenses (SILs) unterliegen engsten Toleranzen beim Durchmesser, der Dicke und der Oberflächenform bzw. Rauheit bei Durchmessern von 1,0 mm oder weniger. Element Six gab die Entwicklung eines Prozesses, der die geforderte Formgenauigkeit in einem 1 mm grossen synthetischen Einkristalldiamantkugeln liefert, bekannt. Dieser neue Prozess hat die Genauigkeit der Linsen um den Faktor 10 im Vergleich zu vorher angewendeten Technologien erhöht.

Seit seiner Einführung im Jahr 1985 hat sich die Compact Disk zum Standardspeichermedium für Musik, Digitalfotografie, Computerdaten und Spiele entwickelt. Mit den gestiegenen Anforderungen an die Kapazität brauchen künftige Generationen optischer Medien deutlich höhere Speicherkapazitäten. Diese Entwicklung lässt sich am Siegeszug der DVD und an der Entwicklung des DVD-Nachfolgers, der Blu-Ray-Disk, erkennen. Diamantlinsen sind bei der nächsten Generation von Speichertechnologien ein äusserst wichtiges Bauteil. Diamantlinsen können eine Speicherkapazität von bis zu einem 1 Terra-Byte (1000 Gigabytes) je Disk ermöglichen.

Technisch gesehen wird die erhöhte Diskkapazität durch Verringerung der Wellenlängen des auslesenden Lasers und durch Erhöhen der numerischen Apertur (NA) der fokussierenden Linse bewerkstelligt. Zur Erreichung eines hohen NA-Werts wird ein Werkstoff mit hohem Brechungskoeffizienten und ausgezeichneter Transparenz bei den verwendeten Wellenlängen benötigt. Diamanten sind der ultimative Rohstoff für diesen Anwendungsfall, zumal Diamanten den höchsten Brechungskoeffizienten aller transparenten Werkstoffe im blauen und ultravioletten Bereich des Spektrums besitzen. Die synthetische Diamantherstellung unter Verwendung der CVD-Technik (Chemical Vapour Deposition) wurde von Element Six optimiert, um das entsprechend fehlerfreie reine optische Material herzustellen.



"Diese Linse ist ein bahnbrechender Durchbruch und Element Six ist stolz, an dieser neuen Diamanttechnologie beteiligt zu sein, die die Massenspeicherung von Daten für geschäftliche und Unterhaltungselektronik-Anwendungen ermöglichen wird. Das ist wieder ein Beispiel für die Entwicklung einer Diamantverarbeitungstechnologie im Nanobereich und ein Beweis für die Vielseitigkeit von Diamanten und davon, dass Element Six an der Spitze dieser Entwicklung steht", meinte Christian Hultner, MD von Element Six.

Informationen über Element Six

Element Six ist Weltmarktführer bei der Produktion von allen Formen synthetischer Diamanten für Industrieanwendungen. Element Six hat bei der Entwicklung von CVD Diamanttechnologie seit den Achtziger Jahren mit einem weltweit anerkannten Forschungszentrum in Ascot, das sich diesen Aktivitäten widmet, Pionierarbeit geleistet. CVD Diamant eröffnet zahlreiche neue Anwendungsbereiche ausserhalb der herkömmlichen abrasiven Verwendung synthetischer Diamanten. So umfassen die Anwendungsgebiete von CVD Diamanten Laseraustrittsfenster, Schneidwerkzeuge, chirurgische Klingen, Austrittsfenster für Hochleistungsgyrotronen, Hitzeverteiler für Elektronikgeräte und aktive Elektronikgeräte.

Thomas Schaich | presseportal
Weitere Informationen:
http:// www.e6.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Elektrischer Antrieb zum Mitnehmen
01.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Gesünder Laufen mit smarter Socke
31.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie