Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sauberes Trinkwasser ohne Einsatz von Chemie

29.06.2005


Für die Wasserversorgung in Notfällen setzt Siemens auf mobile Aufbereitungsanlagen mit Membransystemen. So lieferte das Unternehmen nach der Tsunami-Katastrophe Anlagen vom Typ Memcor AXIM in die Unglücksregion. Dabei handelt es sich um Membranfiltermodule, die bis zu 100 Kubikmeter Wasser pro Tag produzieren. Diese Menge reicht für die Versorgung einer Kleinstadt aus.

Die Membranmodule von Memcor AXIM bestehen aus etwa 10.000 porösen Kunststofffasern, die in einem zylinderförmigen Gehäuse gebündelt sind. Das Schmutzwasser wird mit einer Pumpe von der Außenseite des Moduls durch die Membran nach innen gepresst. Das gefilterte Wasser wird anschließend zusätzlich gegen Viren desinfiziert. Das Ergebnis ist qualitativ hochwertiges Trinkwasser.

Die Poren des Membranfilters haben einen Durchmesser von 100 Nanometern (millionstel Millimeter). Wenn verunreinigtes Wasser mit hohem Druck durch diese Filter gepresst wird, bleiben Einzeller, Bakterien, Algen und andere Mikroorganismen zurück und werden so ganz ohne den Einsatz von Chemikalien entfernt. Die feinsten unter den Membranfiltern, so genannte Umkehrosmosefilter, können selbst Partikel unterhalb eines Nanometers zurückhalten. Sie lassen nur Wassermoleküle passieren.



Die Technik der Ultrafiltration hat die inge AG mit finanzieller Unterstützung von Siemens jetzt entscheidend verbessert, wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet. Die Ingenieure der inge AG in Greifenberg bei München entwickelten einen neuartigen Membranfilter, eine so genannte Multibore-Membran, die nicht nur widerstandsfähiger ist, sondern auch mit niedrigerem Wasserdruck arbeitet als die herkömmlichen Anlagen. Die einzelnen rohrförmigen Membranfasern des Filters bestehen aus einem eigens entwickelten Filtermaterial aus Polyethersulfon. Das Material weist eine spezielle Porosität auf, durch die der Wasserfluss gegenüber herkömmlichen Filtern viel weniger behindert wird. Das Material lässt sich zudem einfacher reinigen. Während des Anlagenbetriebs spart dies Energie- und Unterhaltskosten.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Roboter schafft den Salto rückwärts
17.11.2017 | Boston Dynamics

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine

23.11.2017 | Förderungen Preise

Maximale Sonnenenergie aus der Hausfassade

23.11.2017 | Architektur Bauwesen

Licht ermöglicht „unmögliches“ n-Dotieren von organischen Halbleitern

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik