Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboter verspeist Fliegen - Maschine versorgt sich selbst mit Energie

09.09.2004


Forscher an der University of the West of England arbeiten an der Entwicklung eines Roboters, der sich durch das Fangen und Verspeisen von Fliegen selbstständig mit Energie versorgen kann. Der Fliegenfängerroboter ist Teil eines Forschungsprojekts zur Entwicklung von Androiden, die in gefährliche und unwegsame Gebiete geschickt werden können, zur industriellen oder militärischen Überwachung der Temperatur oder auch toxischer Gaskonzentrationen. Sensoren sollen dabei Basisstationen in regelmäßigen Abständen mit Ergebnissen versorgen. Dies berichtet die Wissenschaftszeitschrift New Scientist.




Um ohne menschliche Hilfe überleben zu können, muss ein Roboter seine Energie selbstständig erzeugen können und Fliegen sind für diesen Zweck die idealen Energieträger. Das Außenskelett einer Fliege enthält Glukose, die über bestimmte mikrobische Brennstoffzellen verarbeitet werden kann - Abwasserbakterien zersetzten den Zucker. So werden Elektronen freigesetzt, mit denen der "EcoBot II" seinen elektrischen Antrieb erzeugt. Zum zweiten "ist einer der großen Vorteile von Fliegen, dass man sie anlocken kann. Zu diesem Zweck enthält der untere Teil des Roboters auch menschliche Exkrementreste", erklärt der Forschungsleiter Chris Melhuish.

Zurzeit muss "Ecobot II" allerdings händisch mit toten Schmeißfliegen gefüttert werden, da die flaschenhalsähnliche Fliegenpumpe sich noch im Entwicklungsstadium befindet. Und auch die Maximalgeschwindigkeit beträgt derzeit nur bescheidene zehn Zentimeter pro Stunde. "Alle 12 Minuten hat er genug Energie um sich zwei Zentimeter vorwärts zu bewegen", erklären die Forscher. In Testversuchen reiste er hingegen schon ganze fünf Tage mit einem Reiseproviant von nur fünf fetten Fliegen.


Die Entwicklung eines Schneckenroboters, der auf Methanbasis über einen Biokonverter Energie für eine Brennstoffzelle erzeugen hätte sollen, oder auch "Chew Chew", der sich von einer Bakterie ernährte, die mit Zuckerwürfeln gefüttert werden musste, schlugen bisher fehl. Sollte dieses Projekt aber erfolgreich sein, wird dies ein entscheidender Schritt zu voll autonomen Robotern sein.

Theresia Berger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uwe.ac.uk

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise