Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster 64-Schicht-Computertomographen (CT) speziell für die Herz- und Gefäßbildgebung

20.08.2004


Somatom Sensation Cardiac 64 optimiert für die Kardiologie – 64-Schicht-Aufnahmen bei einer Rotationszeit von nur 0,33 Sekunden

Unter der Bezeichnung Somatom Sensation Cardiac 64 stellt Siemens Medical Solutions den ersten 64-Schicht-Computertomographen (CT) vor, der speziell für die Herz- und Gefäßbildgebung optimiert ist. Mit einer Gantry-Rotationszeit von 0,33 Sekunden – einer weiteren Verbesserung gegenüber dem Basissystem Somatom Sensation 64 – erreicht die Cardiac-Variante eine zeitliche Auflösung von 83 Millisekunden und kann die Herzbewegung sozusagen „einfrieren“. Nun können auch Patienten mit höherer Herzfrequenz und unregelmäßigem Herzschlag problemlos mit dem 64-Schicht-CT untersucht werden.

Der Somatom Sensation Cardiac 64 wird serienmäßig mit HeartView CI ausgeliefert, einer Software zur Beurteilung der Herzkranzgefäße und Herzfunktion. Dazu gehören HeartView CT zur EKG-synchronisierten Aufnahme des Herzens und dessen dreidimensionaler Rekonstruktion, syngo Calcium Scoring zur Detektion und Quantifizierung koronarer Kalzifikationen, syngo Vessel View zur halbautomatischen Stenosequantifikation und zur Auswertung von Aneurysmen sowie syngo Argus für die virtuelle 4D-Darstellung und halbautomatische Quantifizierung der Herzfunktion.

„Die Kombination der Rotationsgeschwindigkeit von nur 0,33 Sekunden mit der Aufnahme von 64 Schichten gestattet jetzt eine EKG-synchronisierte Abdeckung des gesamten Brustkorbs innerhalb von nur 20 Sekunden Atemanhaltezeit und eine Untersuchung der Herzkranzgefässe in etwa neun Sekunden. Mit dem Somatom Sensation Cardiac 64 wird es zum ersten Mal möglich, die häufigsten Ursachen akuten Brustschmerzes in nur einem Scan zu beurteilen“, sagte Dr. Richard Hausmann, Leiter des Geschäftsgebiets CT bei Siemens Medical Solutions.

Die Siemens Somatom Sensation 64-Scanner – im November 2003 beim Kongress der Radiological Society of North America (RSNA) in Chicago vorgestellt – sind serienmäßig mit 0,37 Sekunden Rotationszeit ausgestattet. Nach einer umfassenden Testphase in weltweit führenden klinischen Instituten in Europa, USA und Asien wird die Rotationszeit von 0,33 Sekunden ab Herbst 2004 für den Somatom Sensation Cardiac 64 serienmäßig und für den Somatom Sensation 64 optional verfügbar sein.

Hintergrundinformation

Dank der einzigartigen, von Siemens entwickelten z-Sharp-Technologie liefern die Somatom Sensation 64-Schicht-CTs optimale Bildqualität bei Untersuchungen der Herzkranzgefäße und des gesamten Körpers. Eine Routine-Untersuchung der Koronararterien dauert nur etwa neun Sekunden. Dabei erlaubt die räumliche Auflösung von 0,4 Millimetern die deutliche Darstellung der feinsten anatomischen Details, wie kleinste Seitenäste der Kranzarterien und die Darstellung von gefährlichen Ablagerungen. Die z-Sharp-Technologie kombiniert die schnelle Bewegung der Röntgenquelle in der Straton-Röhre mit einem 64-Kanal-UltraFastCeramic (UFC)- Detektordesign. Das gestattet eine Verdopplung der pro Rotation aufgenommenen Schichten und somit eine deutlich verbesserte räumliche Auflösung und Bildqualität bei gleichbleibender Strahlendosis. Die einzigartige zeitliche und räumliche isotrope Auflösung des Systems ermöglicht die bewegungsfreie Bewertung peripherer Segmente der Koronararterien, einschließlich der Beurteilung von Plaques und eine Untersuchung der Durchgängigkeit von Stents mit hoher diagnostischer Zuverlässigkeit.

„Mit diesem Niveau an räumlicher und zeitlicher Auflösung haben die 64-Schicht-CTs von Siemens einen Standard gesetzt, an dem sich andere Systeme messen lassen müssen. Die Zukunft der Volumenbildgebung bei Herz- und anderen Untersuchungen hat begonnen“, sagte Dr. Elliot Fishman, Professor für Radiologie an der Johns Hopkins Universität in Baltimore. „Der neue Computertomograph erlaubt es, bei geeigneten Patienten Engstellen in den Herzkranzgefäßen zu erkennen, ohne einen diagnostischen Herzkatheter durchführen zu müssen“, erklärte Dr. Stephan Achenbach vom Institut für Innere Medizin II der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Holger Reim | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten