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Neues offenes MR-System feiert weltweit Premiere: Magnetom C! von Siemens - Klein aber oho!

06.08.2004

Siemens Medical Solutions hat sein Produktportfolio mit dem Magnetom C! um einen neuen offenen 0,35 Tesla Magnetresonanztomographen (MRT) erweitert. Das Magnetom C! ist der zurzeit kleinste C-förmige Permanentmagnet, der die klinischen Routineanforderungen in Neurologie, Orthopädie und Angiographie, sowie der Pädiatrie, Onkologie und in der Kardiologie erfüllt. Optimierte Komponenten integrieren innovative Hochfeld-Technologie und erleichtern Arbeitsabläufe in Krankenhaus und Praxis. Exzellente Bildqualität und eine hohe Diagnosesicherheit gibt es mit dem Magnetom C! in einem kostengünstigen Paket.

Mit nur 137 Zentimetern Durchmesser gehört der Magnet des Magnetom C! zu den kompaktesten Systemen seiner Klasse. Die Vorteile des Systems sind die Hochfeldtechnologie und exzellente Bildqualität. Darüber hinaus ist es nach drei Seiten offen; durch den seitlichen „Einstieg“ in das Gerät hat der Patient freie Sicht in alle Richtungen. Bei vielen Untersuchungen ist das Sichtfeld des Patienten nicht eingeschränkt, Ausnahme sind Kopf- und Nackenuntersuchungen. Die zweidimensional bewegliche Liege gewährleistet, dass die zu untersuchende Region immer in der Mitte des Magneten ist und somit optimale Bildqualität erzielt wird. Das C-förmige Design vereinfacht die Untersuchung für Patienten und Klinikpersonal erheblich. Auch bei schwergewichtigen Patienten ist ein guter Zugang und eine leichte Untersuchung möglich.

Im Mid-Field-System Magnetom C! wurden innovative Komponenten (2D Pace, PAT, Inline-Technologie, Syngo, Phönix) integriert, die es zu einem System mit Hochfeld- Technologie (HF) wandeln. Das System ist aufgrund der standardisierten Siemens- Software Syngo einfach zu bedienen. Mit der integrierten Phoenix-Funktion können Protokolldaten ausgetauscht werden. Phoenix extrahiert Sequenzprotokolle aus klinischen Bildern, die mit Magnetom-Systemen akquiriert wurden. Dies erhöht zum Beispiel die Reproduzierbarkeit bei Nachuntersuchungen. Bereits in der Standardkonfiguration des Magnetom C! sind optimierte Protokolle für alle Routineanwendungen von Kopf bis Fuß enthalten. Hochfeld-Techniken wie etwa 2D PACE ermöglichen die abdominelle Bildgebung ohne Atemanhalten des Patienten; die integrierte Parallele Akquisitionstechnik (iPAT) verkürzt die Messzeit bei vielen Untersuchungen.

Auch für Spulen und Hochfrequenzkanäle wird beim Magnetom C! Hochfeld- Technologie eingesetzt. Schnellere Untersuchungen werden durch bis zu vier Kanäle ermöglicht. So kann der Patient mit bis zu vier Spulen für die Untersuchung vorbereitet werden, womit eine optimale anatomische Abdeckung erreicht wird. Dadurch entfallen Spulenumlagerungszeiten, die Untersuchungszeiten verkürzen sich, und mehr Patienten können in der gleichen Zeit untersucht werden. „Auf diese Weise kann der Workflow in Krankenhaus oder Praxis effizienter gestaltet werden“, sagte Dr. Heinrich Kolem, Leiter des Geschäftsbereichs Magnetresonanztomographie bei Siemens Medical Solutions. „Gleichzeitig sind die laufenden Kosten für das Magnetom C! niedrig, da es sich um einen Permanentmagneten handelt.“

Funktionsweise der Magnetresonanztomographie

Der menschliche Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Das Wasser-Molekül besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Der Kern des Wasserstoffatoms, das Proton, kann mit einem magnetischen Kreisel verglichen einem starken Magnetfeld – in der Praxis 30.000 Mal stärker als das Magnetfeld der Erde – richten sich die ansonsten willkürlich drehenden Protonen parallel oder antiparallel zur Magnetfeldrichtung aus. Je nach Stärke des Magnetfeldes entsteht dann ein mehr oder weniger starker Überschuss an in einer Richtung ausgerichteter Protonen. Daraus entsteht ein messbares magnetisches Moment.

Durch Zufuhr elektromagnetischer Hochfrequenzenergie kann man die Ausrichtung dieses Überschusses verändern: Das magnetische Moment beginnt um die Feldlinien des Magnetfeldes zu kreiseln. Wird die elektromagnetische Stimulation beendet, geben die angeregten Protonen die erhaltene Energie wieder ab, indem sie ihrerseits magnetische Felder erzeugen, die von einer Spule empfangen werden. Die Signalstärke ist umso größer, je größer der Überschuss der in einer Richtung ausgerichteten Kerne ist, also umso größer, je stärker das Magnetfeld ist. Wenn man das Magnetfeld räumlich verändert, kann man die MR-Signale ihrem Entstehungsort zuordnen. Mit Hilfe von Computer-Rekonstruktionsprogrammen lassen sich medizinische Bilder ähnlich der Röntgen-Computertomographie erzeugen. Der Kontrast im Kernspin-Schnittbild hängt von der räumlichen Verteilung der Konzentration des in den Organen enthaltenen Wassers ab, ferner von den Relaxationszeiten, das heißt den Zeiten, bis sich nach der Abschaltung der Hochfrequenz-Energie der ursprüngliche Zustand wieder eingestellt hat.

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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