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TruePoint SPECT·CT-Technologie vereint molekulare Bildgebung mit leistungsstarker Computertomographie

03.08.2004



Unter dem Namen TruePoint SPECT·CT (Single-Photon Emission Computed Tomography – Computertomographie) präsentierte Siemens Medical Solutions eine neue Technologie im Bereich der Hybridbildgebung. Die erste auf TruePoint SPECT·CT basierende Plattform wurde mit der Produktfamilie Symbia kürzlich in den USA präsentiert. Sie kombiniert zum ersten Mal die funktionelle Sensitivität von SPECT mit den detaillierten anatomischen Informationen der diagnostischen Mehrschicht-CT. Dies bietet dem Arzt eine äußerst genaue Bildgebung und hohe diagnostische Sicherheit. Die neue Technologie hat das Potenzial, die Diagnose und Behandlung von Krebs, Herz- und neurologischen Erkrankungen zu revolutionieren.

TruePoint SPECT·CT integriert die dem neuesten Stand der Technik entsprechende e.cam SPECT-Bildgebungstechnologie mit CT-Technologie. Dadurch können Diagnose und Behandlung in der Onkologie sowie bei kardiologischen und neurologischen Erkrankungen erheblich verbessert werden. Die innovative Bildgebungstechnologie erfasst schnell und in nur einer Untersuchung exakte diagnostische Informationen auf molekularer und anatomischer Ebene, mit denen der Arzt Veränderungen in der molekularen Aktivität entdecken kann, lange bevor diese als strukturelle Veränderungen sichtbar werden. Mit TruePoint SPECT·CT kann die genaue Position, Größe und Art sowie das Ausmaß von Erkrankungen festgestellt werden.

Die Symbia-Plattform mit TruePoint SPECT·CT-Technologie kann vom Arzt zur Durchführung von drei separaten Untersuchungsvarianten eingesetzt werden: SPECT, Mehrschicht-CT und SPECT·CT, alles mit nur einem System. Dank seiner kleinen Stellfläche lässt sich Symbia in die verschiedensten klinischen Umgebungen integrieren. Auf Basis der flexiblen, skalierbaren Systemarchitektur wird Siemens darüber hinaus verschiedene Modelle in der Symbia-Familie bereit stellen. Symbia bietet verschiedene Mehrschicht-CTKonfigurationen mit Geschwindigkeiten von bis zu 0,6 Sekunden pro Umdrehung, mit der sich CT-Scans hoher Qualität in nur wenigen Sekunden akquirieren lassen. Damit kann der Arzt funktionell exakte und anatomisch präzise SPECT·CT -Studien 20 Mal schneller als mit anderen marktgängigen Systemen anfertigen.



Da sich in nur einem automatisierten Verfahren mehrere Scans durchführen lassen, ermöglicht TruePoint SPECT·CT einen bisher unübertroffenen klinischen Workflow mit höchster Effizienz. Der Arzt kann so Therapien besser planen, erhält Informationen über ihre Wirksamkeit und kann unnötige invasive Eingriffe vermeiden. Der Patient profitiert von der neuen Technologie durch eine bessere Behandlung und eine komfortablere Untersuchung.

Je früher und genauer die Diagnose des Arztes ist, desto wirksamer kann er die Behandlung planen. Unnötige Operationen lassen sich vermeiden und die Risiken bei einem erforderlichen Eingriff senken. „Die Nuklearmedizin stellt eine besondere Bildgebungsmodalität dar, da sie für Diagnose, Dosimetrie und Therapie mit hochwirksamen Radiopharmazeutika verwendet wird. Die Kombination mit der diagnostischen CT wird alle Aspekte der SPECT-Bildgebung deutlich verbessern“, so Dr. Homer A. Macapinlac, stellvertretender Leiter der Abteilung für Nuklearmedizin am MD Anderson Cancer Center in Houston (Texas/USA).

In der Kardiologie bietet TruePoint SPECT·CT wertvolle Informationen zur Herzfunktionalität und dem Allgemeinzustand des Herzens. Die neue Technologie nutzt zur Berechnung der Schwächungskorrektur diagnostische Mehrschicht-CT und liefert damit eine überaus genaue Darstellung der Schwächungsdaten.

„Die Einführung von TruePoint SPECT·CT und der Symbia-Produktfamilie unterstreicht erneut, wie stark sich Siemens bei der Entwicklung modernster Technologien als Antwort auf die klinischen Anforderungen unserer Partner engagiert,” sagte Michael Reitermann, Leiter des Geschäftsgebietes Nuklearmedizin bei Siemens Medical Solutions. „TruePoint SPECT·CT erfüllt aktuelle und zukünftige Erwartungen der Nuklearmedizin, da es die molekularen Informationen in Kombination mit präzisen anatomischen Details maximiert. Mit dieser neuen Technologie können unsere Kunden, die Mediziner, Krankheitsherde im ganzen Körper exakt lokalisieren und hinsichtlich Größe, Art und Ausmaß analysieren.“

Die Integration von syngo, der Siemens-eigenen Softwareplattform, in das Betriebssystem von Symbia bietet eine einheitliche intuitive Benutzeroberfläche mit schnellem Zugriff auf die Patientendaten. Mit seinem Multimodalitätsprinzip eignet sich syngo besonders für Hybrid- Bildgebungssysteme wie Symbia.

Nuklearmedizinische Diagnostik

Die nuklearmedizinische Diagnostik befasst sich mit der Anwendung schwach radioaktiver Stoffe am Menschen und bedient sich dabei der Szintigraphie, der PET (Positronen- Emissions-Tomographie, der PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie – Computertomographie) und der neuen Technologie SPECT·CT (Single-Photon Emission Computed Tomography – Computertomographie). Die Nuklearmedizin schafft die Möglichkeit, auf nichtinvasive Weise physiologische und biochemische Prozesse bzw. deren krankhafte Veränderung zu lokalisieren und zu untersuchen. Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren sind nuklearmedizinische Untersuchungen funktionsorientiert. Hierbei können Stoffwechselvorgänge durch unterschiedliche radioaktive Substanzen mit kurzer Halbwertzeit untersucht und in Form von Funktionsbildern dargestellt werden. Die Substanzen reichern sich entsprechend ihrer pharmakologischen Eigenschaften in verschiedenen Körpergeweben an. Beim Zerfall senden die Substanzen meistens Gammastrahlung aus, eine sehr kurzwellige Röntgenstrahlung. Dadurch können zum Beispiel Tumore in sehr frühem Stadium sichtbar gemacht werden. Oder es lässt sich nach einem Herzinfarkt schnell und genau feststellen, wo und in welchem Ausmaß der Herzmuskel durch mangelnde Blutversorgung geschädigt wurde. Das neueste Konzept der Hybrid-Bildgebung in der Nuklearmedizin ist TruePoint SPECT·CT. Es hat das Potenzial, die Diagnose und Behandlung von Krebs, Herz- und neurologischen Erkrankungen zu revolutionieren.

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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