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Powerline im Eigenheim - Siemens bringt vernetzte Hausgeräte auf den Markt

11.12.2003


Die Frage: "Hab ich den Herd ausgestellt?" verliert künftig ihren Schrecken: Als erster Anbieter bringt Siemens jetzt vernetzte Hausgeräte auf den Markt. Sie können ohne weitere Kabelinstallationen einfach über die Steckdose mit einer Leitzentrale verbunden werden und ermöglichen damit eine Fernabfrage und -bedienung. Per Handy kann eine Hausfrau nach der Abfahrt in den Urlaub kontrollieren, ob eine Platte versehentlich noch heizt, und sie könnte den Herd sogar ausmachen. Innerhalb des Hauses können nahezu alle Funktionen der angeschlossenen Geräte über einen Tablet-PC bedient werden. Die Technik beruht auf Powerline, der Datenübertragung über das Stromnetz. Zunächst sollen mit der Zusatzfunktion Herde, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner und Klimageräte aus der Oberklasse ausgestattet werden. Am 10. Dezember wurde das System serve@Home offiziell vorgestellt.



Die Geräte haben einen kleinen Einschubschacht, in die eine Box eingebaut wird. In der Box ist eine Art Modem, das die Daten über die Steckdose auf die Frequenz des Netzstroms von 50 Hertz aufmoduliert. Ein so genanntes Gateway filtert die Daten aus dem Stromnetz und übernimmt zentral über eine W-LAN- oder andere Funkverbindung die Kommunikation mit dem Tablet-PC, einem Laptop oder dem Handy. Die Anwender können über eine Windows-Oberfläche auf alle angeschlossenen Geräte zugreifen. Möglich sind Warnmeldungen, wenn sich etwa ein Kind ein Eis aus dem Gefrierschrank geholt und die Tür nicht fest geschlossen hat - das System schlägt dann Alarm, wenn die Temperatur zu hoch wird und die Lebensmittel zu tauen drohen. Wenn ein Gerät ausfällt, kann der Kundendienst eine Fernüberprüfung machen, was bei kleineren Fehlern die teure Anfahrt eines Technikers sparen kann.

Die zur Vernetzung vorbereiteten Geräte kosten 50 Euro Aufpreis. Sie haben den Einschubschacht und können daher auch später nachgerüstet werden. Das Bediensystem kostet 3999 Euro; darin ist aber ein Tablet-PC für 2500 Euro enthalten. Da serve@Home auf einem offenen Standard beruht, können in Zukunft auch Heizung, Beleuchtung oder Jalousien an die Vernetzung angeschlossen werden.


| Siemens NewsDesk

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