Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens bringt Musik aufs Handy – Weltpremiere für den DRM Music Player

24.11.2003


Jetzt kann man unterwegs nicht nur übers Radio die neuesten Hits hören. Mit dem DRM Music Player kann man Musik Daten direkt auf das Handy downloaden.


O2 Großbritannien bietet ab sofort neuen Service zum Herunterladen von Musikdateien

Wer unterwegs die neuesten Songs hören will, muss sich künftig nicht mehr auf Radiosender verlassen: Mit dem DRM (Digital Rights Management) Music Player von Siemens können kopiergeschützte Musikdateien erstmals direkt über das Handy aus dem Mobilfunknetz heruntergeladen werden. Für das neuartige interaktive Musikangebot benötigt man lediglich ein Handy und den DRM Music Player, den der Mobilfunkbereich der Siemens AG – kurz Siemens mobile – in der Schweiz entwickelt und produziert. Der Mobilfunkanbieter O2 startete jetzt erstmals in Großbritannien hierzu den „O2 Music Service“, über den Musikdateien geladen werden können.

Die Musikstücke, die zum Download zur Verfügung stehen, sind im aacPlus-Format komprimiert. Das Herunterladen auf den 80 Gramm leichten DRM Music Player ist denkbar einfach. Ein GPRS-Handy wird mit einem Verbindungskabel oder via Infrarot mit dem Player verbunden. Die Verbindung zum Mobilfunknetz wird dann auf Knopfdruck hergestellt. Auf dem Display des 52 x 98 x 21 mm großen Players erscheinen nun die verfügbaren Musiktitel, die probegehört und bei Bedarf heruntergeladen und auf den Player gespeichert werden können.


Der Player ist eigentlich ein kleiner PDA, auf dem sowohl lizenzrechtlich geschützte Songs im aacPlus-Format als auch Musikstücke nach dem MP3-Standard abgespielt werden können. Diese können einfach via USB-Schnittstelle vom Computer auf den Player übertragen werden. Die Speicherung der Musikdateien erfolgt auf einer wechselbaren SD-Speicherkarte, die mit einer Kapazität von 64 MB rund 60 Songs speichern kann.

Zur Komprimierung der Audiodaten kommt das Verfahren MPEG-4 aacPlus zum Einsatz. AacPlus ist die weltweit leistungsfähigste Technologie zur Audiokompression und liefert hohe Audioqualität selbst für schmalbandige Übertragungskanäle wie beim Mobilfunk. Die hohe Effizienz von aacPlus ist die zentrale Voraussetzung für die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Musikdiensten über den Mobilfunk und wird bereits erfolgreich zur Musikübertragung eingesetzt. Das Verfahren ist seit Frühjahr 2003 als High Efficiency AAC Profil Bestandteil des ISO/MPEG-4-Standards.

Um die Anforderungen der Urheberrechtsgesetzgebung zu erfüllen, ist das Erstellen von Raubkopien nicht möglich. Dafür sorgt der Kopierschutz (Digital Rights Management - DRM) der Basler Firma SDC AG, die diese DRM-Lösung seit 1996 in den USA und Europa patentiert hat und die sowohl im Internet - als auch im Mobilfunkmarkt zum Einsatz kommt. Die SDC-Java-DRM-Technik verhindert das ungeschützte Kopieren von Musikdateien vom PC oder Handy auf fremde Geräte oder die Einspeisung der Musikfiles in das Internet und sichert so die Lizenzrechte von Musikfirmen und Sängern.

Gemeinsam mit der SDC AG und dem Media-Spezialisten Yodoba/234 AG hat Siemens mobile das „Music Over The Air Consortium“ (MOC) gebildet, das eine umfassende End-to-end-Lösung anbietet. Angefangen von der Musikauswahl und der Klärung aller rechtlichen Aspekte, über die Komprimierung und das Hosting der Dateien bis hin zum Kopierschutz und dem DRM Music Player, braucht sich der Mobilfunkanbieter um nichts zu kümmern. Falls gewünscht, können sämtliche Applikationen sowie Komprimierungs- und Verschlüsselungsprozesse auf zentralen Siemens-Servern in Zürich ausgeführt und rund um die Uhr sichergestellt werden. Entscheidet sich ein Mobilfunkanbieter für das Musikangebot des MOC-Konsortiums, kann eine maßgeschneiderte Lösung innerhalb weniger Wochen getestet, implementiert und aufgeschaltet werden.

Die Zusammenarbeit mit allen bedeutenden Music Labels ermöglicht den Handy-Abonnenten den exklusiven Zugang zu brandaktuellen Hits. Die Songs können – wie jetzt bei O2 in Großbritannien – bereits eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichung exklusiv für den Download auf dem DRM Music Player zur Verfügung gestellt werden.

Der DRM Music Player, der im Zusammenspiel mit allen bedeutenden Handymarken funktioniert, wird als so genanntes „White-Label-Gerät“ produziert. So können Mobilfunkbetreiber den Player als eigenes Produkt und unter eigener Marke lancieren. Zudem lässt sich der Player sowohl mit neuen Handys als auch als Accessoire an die installierte Basis verkaufen. Gleichzeitig können die Mobilfunkbetreiber die leistungsfähige GPRS-Technologie sinnvoll nutzen und Inhalte transportieren, die mit der späteren Einführung von UMTS in einer noch umfassenderen Form verfügbar sein werden.

„Die Entwicklung des DRM-Music-Players und die Arbeit des MOC-Konsortiums hat mit dem Start des Musikdienstes von O2 in Großbritannien einen bedeutenden Meilenstein in der Mobilfunkindustrie erreicht“, so Christoph Hilber von Siemens, der die Arbeit des MOC-Konsortiums koordiniert. Mit mehreren Mobilfunkanbietern in den USA, Südamerika und Europa werden derzeit intensive Verhandlungen geführt. Außerdem können Kunden des MOC von den Erfahrungen aus ähnlichen Music-Download-Projekten im Internetbereich profitieren. Auch hier werden demnächst entsprechende Dienste mit MOC-Technologie gestartet werden.

| Siemens Newsdesk
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-772.html
http://www.siemens-mobile.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops