Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Videokommunikationsstandard für Mobiltelefone

13.10.2003


Erste Schritte zum Telekommunikationsnetz
der Zukunft: Videokommunikation in einer Bildqualität, wie man sie von Fernseh- und Videofilmen kennt


Siemens hat in Zusammenarbeit mit Forschungsorganisationen und führenden High-Tech-Firmen aus aller Welt einen Videokommunikationsstandard für Mobil-telefone entwickelt. Diese Innovation ermöglicht bei der heute verfügbaren Band-breite Videokommunikation in einer Bildqualität, wie man sie von Fernseh- und Videofilmen kennt. Die beiden bedeutenden, internationalen Standardisierungs-gremien (ITU-T und ISO/IEC) haben gemeinsam den Weg für den Einsatz mobiler Videokommunikation in ein breit gefächertes Produktspektrum ermöglicht - vom Handy über den Videorekorder bis zur Überwachungskamera.

Der Trend in der mobilen Telekommunikation geht in Richtung Videokommunikation.
Statt der Klingeltöne lassen sich aus dem Internet die neuesten Videojingles laden und anstelle der Urlaubsfotos werden Urlaubsvideos versendet. Doch nicht nur im privaten Bereich wird die mobile Videokommunikation Einzug halten. Im Geschäftsleben werden mobile Videokonferenzen ein selbstverständlicher Bestandteil der Kommunikation sein. Dass dieses in naher Zukunft möglich sein wird, liegt an dem neuen Komprimierungs-verfahren (H.264 / MPEG-4 AVC), das in internationaler Zusammenarbeit entwickelt wurde.


„Der Markt verlangt hochwertige Lösungen“ erklärte Siemens-Forscher Gero Bäse, der an der Entwicklung dieses Standards beteiligt war. „Während der Nutzer für die Über-tragung eines Fotos auch eine kurze Ladezeit akzeptiert, ist dies bei Videos inakzepta-bel. Da müssen in jeder Sekunde acht neue Bilder auf dem Display sein, sonst wird das eine mobile Diashow.“ Um dies bei der derzeit bestehenden Bandbreite realisieren zu können, musste die Datenmenge stark reduziert werden, ohne dass die Qualität der Bilder abnimmt. Dieses gelang, indem man die Präzision, mit der bestehende Kom-pressionsverfahren arbeiten steigerte und gleichzeitig zahlreiche neue Algorithmen entwickelte, die die höhere Leistungsfähigkeit moderner Prozessoren ausnutzen.

Der „Quantensprung in der Videocodierung“, wie die Forscher ihre Innovation bezeich-nen, ist von den Standardisierungsgremien ITU-T und ISO/IEC als gemeinsamer, in-ternationaler Standard verabschiedet worden und wurde darüber hinaus bereits in die zukünftige Planung für Mobiltelefone aufgenommen. „Bald werden Handys Videos in fantastischer Qualität aufnehmen und versenden können“, sagte Gero Bäse. „Aber das ist noch nicht alles, denn der Standard wird voraussichtlich auch in Fernsehern und Vi-deorekordern integriert sein.“ Damit lassen sich die Videos, die man mit dem Handy aufnimmt, auch auf dem Fernseher abspielen.

Der neue Videokommunikationsstandard entstand durch die Zusammenarbeit ver-schiedener Forschungsorganisationen und führender High-Tech-Firmen aus aller Welt. Siemens war durch die Geschäftsgebiete Information and Communication Mobile sowie der Unternehmensforschung, Corporate Technology vertreten.

Guido Weber | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Wissenschaftler entwickeln Rollstuhl, der Treppen steigen kann
30.11.2016 | Technische Universität München

nachricht AER – ein fotografierender Schaumstoffpfeil
04.11.2016 | University of Twente

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik