Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MEA-Biosensoren und Roboocyten-Technologie

02.07.2003


Das NMI (Naturwissenschaftliches und Medizinsches Insitut) ergänzt seine Angebotspalette durch eine Reihe neuer elektrophysiologischer Testsysteme im Bereich des sekundären funktionellen Screenings.



Neben klassischen elektrophysiologischen Messmethoden bieten wir in vitro Biosensorsysteme und automatisierte Screeningmethoden an.

Die Biosensoren basieren auf dem Einsatz von im NMI entwickelten Microelektroden Arrays (MEAs), auf die Zellen oder Gewebe akut oder als Kultur aufgebracht werden. Diese funktionellen in vitro Testsysteme ermöglichen eine einfache und effiziente Analyse von Pharmakawirkung im Gewebeverband und stellen damit eine preisgünstige Alternative zu aufwändigen in vivo Untersuchungen dar. Folgende Testsysteme sind etabliert:


Der MEA-Cardiosensor: Ventrikuläre Myozyten werden als Monolayer oder Zellaggregate auf MEAs kultiviert. Analysiert werden Summenaktionspotentiale, deren zeitlicher Verlauf dem QT-Intervall einer EKG-Messung entspricht. Auf diese Weise lassen sich pharmainduzierte Veränderungen des QT-Intervalls schnell und einfach in vitro ermitteln.

Der MEA-Retinasensor: durch die parallele Analyse der Form und Amplitude von micro- Elektroretinogrammen (mERGs) können pharmainduzierte Auswirkungen auf die Funktion der Netzhaut in vitro untersucht werden.

Der MEA-Brainsensor: mit einer Hippocampus-Cortex Kokultur auf Microelektrodenarrays lassen sich neuroprotektive und regenerationsfördernde Effekte von Substanzen evaluieren. Darüber hinaus eignet sich das System zur Analyse der Substanzwirkung auf räumliche und zeitliche Parameter der Signalverarbeitung im ZNS.

In Zusammenarbeit mit unseren Kunden können andere MEA-basierte Biosensoren nach Spezifikation etabliert werden.

Im Bereich automatisiertes Screening setzen wir die Roboocyten- Technologie ein, mit der eine Substanztestung auf Ionenkanäle an Xenopus laevis Oozyten im 24-Stunden Einsatz ohne Supervision möglich ist. Die Zwei Elektroden Voltage Clamp Technik (TEVC) an Xenopus laevis Oozyten ist ein seit langem etabliertes elektrophysiologisches Messsystem zur Untersuchung von Ionenkanälen, Rezeptoren und Transportern, dessen bislang limitierter Durchsatz durch die Automatisierung entscheidend verbessert wurde. Das NMI arbeitet als Referenzlabor für den von der Bayer AG zusammen mit der Multi Channel Systems GmbH (MCS) entwickelten Roboocyte. Unser Service umfasst die Expression kundenspezifischer Ionenkanäle in Oocyten sowie die Etablierung und Durchführung geeigneter Testprotokolle für das Substanzscreening.

Dr. Nadja Gugeler | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Trotz Lähmung selbstbestimmt gehen
21.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Wissenschaftler entwickeln Rollstuhl, der Treppen steigen kann
30.11.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa

16.01.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz