Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Multisensor erkennt frischere Fische

24.06.2003


Die Beurteilung der Frische von Fisch war bislang eine subjektive Angelegenheit. Ein neuer künstlicher Qualitätsindex, der aus Daten mehrerer elektronischer Sensoren abgeleitet ist, wird dies jedoch schon bald ändern

Fisch ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Er enthält Omega-3-Fettsäuren, die eine wertvolle Hilfe bei der Bekämpfung von Herzerkrankungen sein können. Fisch ist allerdings auch leicht verderblich und kann dann beim Verzehr durch den Menschen sogar zu einer Gefährdung werden. Daher sollte Fisch stets so frisch wie möglich auf den Tisch kommen.

Eine Beurteilung der Frische von Fisch war früher ausschließlich mit den menschlichen Sinnen - Betrachten, Riechen und Berühren - möglich. Inzwischen jedoch wurden die menschlichen Sinnesorgane, deren Empfindlichkeit von Person zu Person stark variieren kann, von elektronischen Sensoren abgelöst. Das Problem besteht darin, die von mehreren verschiedenen Instrumenten gelieferten Informationen zu einem aussagefähigen Maß für die Frische aufzubereiten.



Forscher der Robert Gordon University in Schottland haben es jetzt gelöst. Dabei werden die Daten einer ganzen Serie von Instrumenten wie z.B. elektronischen "Nasen", Texturometern oder Spektrometern zu einem einzigen Frische-Indikator aufbereitet - dem künstlichen Qualitätsindex (Artificial Quality Index, AQI). Der Vorteil besteht darin, dass der AQI eine größere Aussagekraft für das zu erwartende Frischemaß liefert als jeder der Einzelsensoren.

Diese Aussagekraft des AQI wurde für zwei Fischarten analysiert, die weltweit in großen Mengen verzehrt werden, nämlich dem Atlantik-Kabeljau (gadus morhua) und dem Flachwasser-Kapseehecht (merluccius capensis). Dabei erwies sich der AQI im Vergleich mit anderen Verfahren (z.B. QIM) als gutes Beurteilungskriterium. Mit dem AQI-Verfahren wurde die Frische über die gesamte Fisch-Lieferkette hinweg bewertet, in welcher unterschiedliche Lagerungsverfahren angewandt werden.

Der AQI ist nicht nur auf andere Fischarten anwendbar, sondern auch auf andere Lebensmittelprodukte, bei denen die Frische ein entscheidender Qualitätsparameter ist. Das AQI-Verfahren ist urheberrechtlich geschützt und befindet sich derzeit im Stadium der Produktentwicklung. Seine praktische Anwendung wird dazu beitragen, dass künftig frischere Produkte auf den Tisch des Endverbrauchers kommen.

Kontakt:

Robert Gordon University, School of Life Sciences
Food Science and Technology Research Centre
Senior Scientist
St Andrew Street
AB25 1HG, Aberdeen, Großbritanien
Paul Nesvadba
Tel: +44-1224 - 262839
Fax: +44-1224 - 262857
Email: p.nesvadba@rgu.ac.uk

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.rgu.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Weltweit erste fliegende Selfie-Kamera im Handyformat in Berlin vorgestellt
09.03.2017 | AirSelfie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Wireless power can drive tiny electronic devices in the GI tract

28.04.2017 | Medical Engineering

Ice cave in Transylvania yields window into region's past

28.04.2017 | Earth Sciences

Nose2Brain – Better Therapy for Multiple Sclerosis

28.04.2017 | Life Sciences