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Schraubverschluss stoppt Einnahme abgelaufender Medikamente

09.05.2003


Plastik baut sich nach Ablauf des Verfallsdatums selbst ab

Britische Wissenschaftler haben einen biologisch abbaubaren Plastik-Schraubverschluss entwickelt, mit dem sich Medizinbehälter nach dem Verfallsdatum nicht mehr öffnen lassen. Ein Team der University of Salford im Norden Englands haben das Plastik des Verschlusses so konzipiert, dass es sich mit nach Ablauf des Verfallsdatum selbst zersetzt. Dadurch lässt sich der Behälter nicht mehr öffnen, berichtet das britische Fachmagazin New Scientist. Auf diesem Weg soll verhindert werden, dass Patienten alte Medikamente einnehmen und so möglicherweise ihre Gesundheit gefährden.

Die entwickelte "denkende" Medikamentenflasche zeichnet sich laut Erfindern durch ihr Gewinde aus, auf das der Deckel geschraubt wird. Das Gewinde ist nicht fester Bestandteil der Flasche, sondern über eine Kunststoffmanschette mit dem Flaschenhals verbunden. Die Verbindung zwischen Flaschenhals und Manschette stellen kleine biologisch abbaubare Verbindungsstücke dar. Nach Ablauf des Verfallsdatums der Medikamente zerfallen diese Verbindungsstücke. Der Versuch den Deckel trotzdem zu öffnen scheitert, da die Stücke vollständig zerbrechen. Der Schraubdeckel dreht sich frei um die Flasche, so die britischen Forscher, die den Schraubverschluss in Kooperation mit der Firma Tacit Technology entwickelt haben. Die Erfindung ist bereits zum Patent angemeldet.


Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.salford.ac.uk

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