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Toyota entwickelt Transportassistenz-Roboter

04.08.2008
Leichte Mobilitätshilfe "Winglet" macht Segway Konkurrenz

Die Toyota Motor Corporation hat gestern, Freitag, die Entwicklung des Transportassistenz-Roboters "Winglet" bekannt gegeben.

Es handelt sich um ein zweirädriges Elektrogefährt, auf dem Nutzer stehend durch die Stadt flitzen können. Die Mobilitätshilfe nutzt die Steuerung per Gewichtsverlagerung sowie interne Sensoren, um für Stabilität zu sorgen. Mit nur rund zwölf Kilogramm Gewicht sind die kompakten Winglets deutlich leichter als die Elektroroller des US-Anbieters Segway, dessen Gefährte unter anderem bei von chinesischen Sicherheitskräften zum Einsatz kommen.

Lediglich 12,3 Kilo bringen die Winglets in den Größen Medium und Large laut Toyota auf die Waage, gar nur 9,9 Kilogramm die kleinste Variante. Das ist ein Bruchteil der rund 50 Kilo, welche die aktuellen Segway-Modelle i2 und x2 wiegen. Die Toyota-Fahrzeuge präsentieren sich zudem deutlich kompakter, der Korpus hat mit 26,5 mal 46,4 Zentimetern eine Fläche in etwa der Größe eines A3-Blattes Papier. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde sind die Winglets besonders fußgängerfreundlich, aber nicht so schnell wie Segways.

Dafür stellt Toyota lediglich eine Stunde Ladezeit für eine komplette Akkufüllung in Aussicht. Eine Vorwärts-, Rückwärts- oder Drehbewegung wird bei Winglets durch Gewichtsverlagerung erreicht. Während der Fahrt überwachen interne Sensoren die Position des Nutzers, um durch laufende Anpassungen für Stabilität zu sorgen. Mit den drei unterschiedlich hohen Modellen will Toyota den Anforderungen verschiedener Nutzer gerecht werden.

Noch ist Toyotas Winglet in Entwicklung, im Herbst dieses Jahres sind erste größere Feldtests unter anderem am Central Japan International Airport nahe Nagoya geplant, weitere sollen 2009 ebenfalls in Japan folgen. Der genaue Zeitpunkt der Markteinführung wird auch von den Reaktionen von Nutzern und Nicht-Nutzern bei diesen Tests abhängig sein. Bis zum Marktstart der Winglets bliebe Toyota jedenfalls genügend Zeit, den rechtlichen Rahmen für den Einsatz der Transporthilfen zu klären. Sollten die Mobilitätshilfen gleich eingestuft werden wie die Segway-Roller, wäre die Situation gerade in Deutschland schwierig.

Hier gelten Segways als Kraftfahrzeuge und erfordern Einzelgenehmigungen, wofür bisher nur wenige Bundesländer Rahmenbedingungen geschaffen haben. In anderen europäischen Ländern ist die Situation teils einfacher, insbesondere in Österreich. Dort gilt Segway rechtlich als Fahrrad.

Dass Toyota auf ein kompaktes Elektro-Zweirad für den Individualverkehr setzt, ist kaum verwunderlich. Denn international gibt der Erfolg dem von Segway schon 2001 vorgestellten Konzept recht. Neben Privatnutzern gibt es dem Unternehmen zufolge mittlerweile weltweit über 750 Kunden aus den Bereichen Polizei und Sicherheit, unter anderem in China.

Die staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat Anfang Juli dieses Jahres von einer Anti-Terror-Übung der chinesischen Sicherheitskräfte in der Hauptstadt der Provinz Shandong berichtet, bei der Polizisten auf Segways in den Einsatz rollten. Die Zweiräder könnten auch während der Olympischen Spiele eingesetzt werden.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.toyota.co.jp

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